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Keine Wilderer im Altkreis Münden: Forstamt und Stadtwald vermuten keine illegalen Jagden

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Von: Clara Veiga Pinto

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Ein Problem mit Wilderei gibt es im Altkreis Münden aktuell nicht.
Ein Problem mit Wilderei gibt es im Altkreis Münden aktuell nicht. © Lino Mirgeler/dpa

Durch die Polizistenmorde in Rheinland-Pfalz erfährt das Thema Wilderei in neue Aufmerksamkeit. Im Altkreis Münden gebe es jedoch kein Problem mit Wilderern.

Altkreis Münden – In Deutschland werden pro Jahr etwas mehr als 1000 Fälle von Wilderei gemeldet. Förster vermuten, dass die Dunkelziffer hoch ist. Durch die Polizistenmorde in Rheinland-Pfalz erfährt das Thema Wilderei in neue Aufmerksamkeit.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die mutmaßlichen Täter die Polizisten ermordet haben, um Jagdwilderei zu vertuschen. In einem Fahrzeug der mutmaßlichen Täter hatten die Ermittler 22 Stück Damwild gefunden.

Im Altkreis Münden gebe es jedoch kein Problem mit Wilderern, erklärt Susanne Gohde, Leiterin des Stadtwalds. „In meinen acht Jahren beim Stadtwald gab es noch keinen Fall“, sagt sie. Auch Verdachtsfälle gebe es im Moment nicht.

Keine Spuren von Wilderern im Wald

Ähnlich beschreibt das auch Sabine Steinhoff, Forstamtsleiterin vom Forstamt Münden der Niedersächsischen Landesforsten. „Wenn es Fälle gibt, dann merken wir das nicht, denn die Täter sind dann meistens nachts mit Nachtsichtgeräten unterwegs“, sagt sie.

Auch das Forstamt habe aktuell keine Verdachtsfälle. „Es gibt auch keine Spuren zum Beispiel von aufgebrochenen Tieren.“ Wilderei komme immer mal wieder vor, „aber so professionell wie in Rheinland-Pfalz nicht“.

In der Vergangenheit habe es Banden gegeben, die im Solling, im Sauerland und in Harz gewildert hätten. „Das ist aber schon ungefähr 30 Jahre her“, erinnert sich Steinhoff. Auch die Polizei verzeichnet keine Wilderei-Fälle in ihrer Kriminalstatistik. (Clara Pinto)

Wilderei bei Polizei melden

Nach der Tat schaffen die Wilderer das Tier meist weg oder weiden es vor Ort aus. Manche nehmen nur Teile des Kadavers mit. Für die Aufklärung von Wilderei-Delikten sind die örtlichen Polizeibehörden zuständig. Wer Wilderei bemerkt, sollte sich mit möglichst genauen Beobachtungen an die Polizei wenden. Zur Wilderei zählt auch, wenn jemand nach einem Wildunfall das tote oder verletzte Tier mitnimmt. Auch Angeln ohne Erlaubnisschein ist strafbar.

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