Denkmalschutz

Kinder entdecken Fachwerk in Hann. Münden

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Viel zu entdecken: Die Klassen 4a und 4b der Grundschule Hermannshagen unterwegs in Sachen Fachwerk – hier mit den Erwachsenen (von links) Zimmermeister Friedrich Brauner, Klassenlehrerin Monika Krapp, Sabine Lohmann als Herzogin Elisabeth, Klassenlehrerin Petra Kittelmann, Denkmalpfleger Burkhardt Klapp, Martina Pakusch als Zimmermann und Schulleiter Stefan Eckhadt.

Die beiden 4. Klassen der Grundschule Hermannshagen waren am Mittwoch in der Hann. Mündener Altstadt unterwegs, um das  Bauhandwerk kennenzulernen.

Und das war erst der Anfang: An der Grundschule läuft bis zum 28. Juni das Projekt „denkmal an schule – Fachwerk allumfassend“. Damit Fachwerk und Denkmalschutz den Kindern altersgerecht vermittelt werden können, ziehen viele an einem Strang: Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege hat das Konzept aufgelegt, das FachwerkFünfeck hat dafür gesorgt, dass es für die jeweilige Altersgruppe umgeschrieben wird, beide fördern die Aktion. 

Denkmalpfleger Burkhardt Klapp hatte die hiesigen Grundschulen angeschrieben. Hermannshagen nahm das Angebot an, Klapp und seine Kollegin Sabine Momm vermittelten Kontakte und arbeiteten in Absprache mit der Schule die Umsetzung aus. Herausgekommen ist eine Mischung aus Informationen und Aktionen an der Schule und Angeboten außerhalb – immer darauf ausgelegt, durch Mitmachen und buchstäbliches Begreifen den Kindern den Themenkomplex näher zu bringen. Filme schauen steht dabei ebenso auf dem Programm wie eine künstlerische Herangehensweise, der Besuch zweier Zimmermeister ebenso wie „Werkzeugkunde“.

Die Kinder erhielten Einblick in besondere Orte

Mit großen Bildern stimmte Klapp die Kinder auf das Projekt ein, bevor sie in die Altstadt gingen. Die fanden die Schnitzereien interessant, auf die Martina Pakusch sie hinwies: Tiere, Boote und Seile entdeckten sie, erzählte eines der Kinder nach dem Rundgang. Geschnitzt hatte der eine oder andere selbst schon mal, ja, aber nur Stöckchen. Wie viel Arbeit in so einer Fassade steckt, das konnten die Kinder da allmählich erahnen.

Toll war, „dass wir überall ins Schloss durften“, so ein anderer Schüler, der zuerst die Tour mit Sabine Lohmann gemacht hatte. Diese war mit den Kindern auch in die Renaissance-Gemächer gegangen, die nur mit Führung zugänglich sind. Die Geheimzeichen an der Spiraltreppe zum Turm faszinierten die Kinder. Und der Renaissance-Tanz kam gut an.

Mit dem Stoffbeutel bekam jedes Kind auch eine Kamera, um die eigenen Eindrücke festhalten zu können. Denn am Ende des Projekts soll alles in einer großen Präsentation auch den Eltern vorgestellt werden. Professor Fabuk steht übrigens für die Fachbereiche Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, so Klapp.

Das Maskottchen mit seinen großen Augen interessiert sich einfach für alles.

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