320 Euro für einen guten Zweck

Kinder der Grundschule Hemeln spendete für Erdbebenopfer

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Hilfsaktion: Nepal war an der Grundschule Hemeln zwei mal Thema eines Arbeitsprojekt. Der zehnjährige Dylan zeigt die Zusammenfassung der Projektarbeit, die für Kinder letzlich den Ausschlag gab, ihr Taschengeld für die Erdbebenopfer zu spenden.

Hemeln. „Jedem kann etwas Schlimmes passieren und wenn wir hier in Deutschland in so eine Situation geraten würden, wären wir auch froh wenn uns jemand helfen würde."

Große Worte für ein kleines Mädchen, voller Mitgefühl und großherzig.

Die zehnjährige Stine ist Schülerin der Grundschule in Hemeln und nicht die einzige, die dort so denkt. Auch alle ihre Mitschüler haben ein großes Herz und darum jetzt für die Erdbebenopfer in Nepal ihr Taschengeld gespendet.

Südasien war Thema

Bereits zwei Mal beschäftigten sich die Mädchen und Jungen mit der Region in Südasien im Unterricht. Sie erfuhren, wie die Menschen dort leben und arbeiten, welche Sprache sie sprechen, wie die Schulen aussehen und was in Nepal wächst und gedeiht. Darum hat sie alle auch die Nachricht von den zwei kurz aufeinanderfolgenden Erdbeben sehr erschüttert.

„Nepal gehört sowieso schon zu den ärmsten Ländern der Welt und jetzt haben die Menschen dort das Bisschen, was sie hatten, auch noch verloren. Sie haben kein Zuhause mehr und ihre Ernte ist kaputt“, sagt die achtjährige Anna.

Da wollten die Kinder nicht einfach so zugucken, sondern etwas tun: „Wenn man sieht, wie viele Spielsachen wir haben und was uns alles gehört, da können wir ruhig mal etwas abgeben“, findet auch die achtjährige Ida. Die Kinder der Grundschule Hemeln haben sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und genau verstanden, was so eine Katastrophe für die betroffenen Menschen bedeutet. „Es macht mich traurig und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das Leben für die Menschen in Nepal jetzt sein muss. Wenn man alles verliert, seine Heimat und zum Teil auch seine Familie.“ Auch der zehnjährige Hannes hat sein Taschengeld für die Erdbebenopfer gespendet.

Alle haben gespendet

Alle 31 Kinder der Grundschule haben mitgemacht und auch die drei Lehrerinnen und die pädagogische Mitarbeiterin haben Geld in die Spendendose gesteckt. So sind 320 Euro für die gemeinnützige Organisation „Perspektiven erbeten“ zusammengekommen, die den Menschen vor Ort in Nepal hilft.

Mitarbeiter der Organisation sind Schulleiterin Katrin Redemann persönlich bekannt, darum könne sie sich sicher sein, sagt die Lehrerin, dass das Geld auch dort ankommt wo es gebraucht wird. Das war für sie ein ausschlaggebender Punkt, um die Spendensammlung an ihrer Schule anzuregen. „Wir wollten wissen, wo unser Geld bleibt“, so Katrin Redemann.

Die Spendensammlung selbst fand in der Schule anonym statt, denn es sollten keine Vergleiche stattfinden und kein Druck aufgebaut werden. Jeder sollte nur geben, was er kann und was er möchte. Stolz darauf sein geholfen zu haben, kann jeder. (zwh)

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