Stadtmarketing und Wirtschaftsförderer betonen Bedeutung

Hann. Münden: Kino sucht weiter Betreiber

 Italien, Mailand: Menschen sitzen in einem fast leeren Kino und blicken auf die Leinwand, auf der eine Warnung ausreichend Distanz einzuhalten abgebildet ist. Im ganzen Land werden Kinos nach dreimonatiger Schließung aufgrund der Corona-Maßnahmen wiedereröffnet.
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In Hann. Münden wird ein neuer Kinobetreiber gesucht. (Symbolbild)

Für die Schiller-Lichtspiele, das Kino in der Mündener Langen Straße, gibt es noch immer keinen neuen Betreiber.

Hann. Münden - Leider könne er noch keinen neuen Sachstand beim Kino vermelden, obwohl er persönlich wünschte, bereits weiter zu sein, teilte Andreas Kilian, Rechtsanwalt der Erbengemeinschaft Schiller, der das Kino gehört, mit. Trotz der in Pandemie-Zeiten arg gebeutelten Kino-Branche, gebe es nach wie vor drei konkrete Interessenten für die Schiller-Lichtspiele, teilte Hann. Mündens Wirtschaftsförderer Tobias Vogeley auf Anfrage unserer Zeitung mit.

In der Zwischenzeit hätten viele Gespräche stattgefunden, in denen sich einiges ergeben habe, was es noch zu lösen gelte. Und zwar in der Eigentümergemeinschaft unter sich, zwischen Eigentümergemeinschaft und den Interessenten, zwischen diesen Beteiligten und der Stadtverwaltung. Sowohl er selbst als Wirtschaftsförderer der Stadt, als auch ein Kollege der Bauaufsicht seien mit den Interessenten und Eigentümern zu Vor-Ort-Terminen im Kino gewesen.

Als Wirtschaftsförderer sei er Kontaktperson und Brückenbauer für die Interessenten und Eigentümer, die Mitarbeiter der Stadtentwicklung für Beratungen und Genehmigungen. In diesem Zusammenhang habe bereits eine bauaufsichtliche und brandschutztechnische Überprüfung in enger Absprache mit den Eigentümern stattgefunden. Die Ergebnisse und Maßnahmen hieraus gelte es im nächsten Schritt – auch mithilfe der Einwerbung von Fördermitteln – zunächst umzusetzen, sodass der neue Pächter sein Konzept an den Start bringen könne.

„Die Aufgaben sind lösbar, das Potenzial ist vorhanden. Wir sind erfreut über das fortwährende Interesse und daher optimistisch, dass Kino als wichtiges kulturelles Angebot vor Ort halten zu können. Besser gesagt, es mit einem neuen Konzept unter neuer Führung wieder aufleben zu lassen, wie es beispielsweise mit dem Fahrgastschiff gelungen ist“, so Vogeley. Matthias Biroth von der Hann. Münden Marketing GmbH (HMM) sieht zudem Potenzial für den Tourismus.

Ein gut geführtes Kino könnte laut Matthias Biroth, Manager für Tourismus und Stadtmarketing bei der Hann. Münden Marketing (HMM), auch positive Effekte auf den Tourismus in der Stadt haben. „Ich bin der festen Überzeugung, dass mit einem abwechslungsreichen Angebot, das sich von der breiten Masse abhebt, und eingebundenen Events und Erlebnissen das Kino durchaus zum Anzugspunkt für Tagestouristen aus der Großregion werden kann.“

Hierfür sei es aber im Wesentlichen wichtig, dass das Angebot nicht in jedem x-beliebigen Kino um die Ecke auffindbar sei, so Biroth.

Ein neuer Betreiber der Schiller-Lichtspiele habe vielleicht ganz andere Möglichkeiten und Optionen als bisher. Gerade bei schlechtem Wetter könne das Kino eine willkommene Abwechslung sein: „Und genau hier ist der springende Punkt. Bei schlechtem Wetter mangelt es uns in der Stadt und Region an Erlebnissen und Aufenthaltsmöglichkeiten“, so Biroth. Da könne auch ein Kino mit regulärem Angebot schnell interessant werden. Für die Mündener Bürger sei allerdings schon ein Kino mit „normalem“ Angebot interessant und würde sicher angenommen werden, so Biroth. (Thomas Schlenz)

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