Umbau

Hann. Münden investiert in Bildung: „Pfiffige technische Lösungen“

Eberhard Rometsch bei der Entkernung der Kita Königshof in Hann. Münden.
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Eberhard Rometsch bei der Entkernung der Kita Königshof in Hann. Münden.

Zum Beginn der Sommerferien laufen mehrere Bauprojekte an Bildungseinrichtungen in der Stadt Hann. Münden auf Hochtouren. Im Fokus stehen derzeit die Arbeiten an der Kindertagesstätte und der Grundschule Königshof.

Allein für die Sanierung der Kita sind Investitionen in Höhe von 1,85 Millionen Euro vorgesehen. Der bestehende Gebäudeteil war laut Jürgen Stieler vom Fachdienst Hochbau der Stadt durch einen Wasserschaden beschädigt worden. Seitdem sind die Kinder in einer Containeranlage auf dem Gelände untergebracht. Aktuell laufen die Entkernungsarbeiten im Gebäude. „Unser Ziel ist es, dass Ende Mai 2021 hier der Betrieb wieder aufgenommen werden kann“, sagt Jonathan Kouchmeshgi von der „onp planungs und projekt gmbh“ in Göttingen.

Kita und Grundschule Königshof in Hann. Münden: „Wir hatten eine lange Planungsphase“

Bis zur konkreten Umsetzung der Arbeiten habe es einige Zeit gedauert: „Wir hatten eine lange Planungsphase“, sagt Jürgen Stieler. Das sei aber nötig gewesen, auch um der besonderen Komplexität des Gebäudes gerecht zu werden. Zudem habe die Stadt die Wünsche des Betreibers so gut wie möglich umsetzen wollen. Ziel sei es, im gesetzten Kostenrahmen zu bleiben, betonte Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener. An der Grundschule Königshof läuft derweil die Sanierung von Toiletten für Schüler und Lehrer. 265 000 Euro investiert die Stadt hier. Die Sanierung soll bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. Das Geld stammt aus den insgesamt 1,5 Millionen Euro an Mitteln aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) des Landes Niedersachsen für die Sanierung der Schulen in der Trägerschaft der Stadt.

Diese 1,5 Millionen Euro werden laut Bürgermeister Harald Wegener für Sanierungen an allen sieben Schulstandorten in Trägerschaft der Stadt eingesetzt, wobei Schulen, deren Sanierung bereits gefördert wurde, einen geringeren Anteil erhielten. An der Mündener Grundschule am Wall sei derzeit ein Teilbereich des Daches an der Reihe. „Es geht voran und wir sehen eine große Motivation bei allen Mitarbeitern“, betont Bürgermeister Harald Wegener.

Kita Königshof wurde durch Wasserschaden stark beschädigt

Feiner Staub liegt in der Luft, es riecht nach Beton, auf dem Fußboden liegen kleine Steinbrocken: Im Bestandsgebäude der Kita Königshof arbeiten die Handwerker am Umbau und der geplanten Erweiterung. Ein Wasserschaden hatte das Gebäude stark beschädigt.

Das Innenraumkonzept der früher sehr dunkel wirkenden Kita wurde komplett überarbeitet. So soll das Gebäude um eine kleine Erweiterungsfläche vergrößert werden. Dadurch seien größere Gruppenräume, wie sie auch im Kontext der Inklusiion benötigt würden, möglich. Geplant seien drei Kindergartengruppen und eine Inklusions-Gruppe, heißt es in der Baustellenbeschreibung der Stadt.

Arbeiten sollen Wasseransammlungen verhindern

Im Zentrum des Raumes, der unterhalb der Grundschule Königshof liegt, solle künftig der Mensabereich entstehen, da dort auch eine künstliche Belichtung sinnvoll möglich sei, berichtet Jürgen Stieler vom Fachdienst Hochbau. Die Gruppenräume dagegen sollen deutlich heller und freundlicher ausfallen als früher.

Als Problempunkte bei der Sanierung führt Stieler die Lage des Kindergartens in einer Mulde an: Mit einer Anpassung der Außenflächen werde verhindert, dass sich dort zu viel Regenwasser sammele. „Das schaffen wir durch eine pfiffige technische Lösungen“, erklärt der Ingenieur. Neben den Arbeiten an der Kita selbst stehe auch weiterhin die Dachflächensanierung im Fokus. Über der Grundschule Königshof verläuft diese aus Kostengründen derzeit abschnittsweise. Die Ingenieure kämpfen zudem mit einigen Hindernissen im Altbau der Kita: „Die Bestandspläne stimmen nicht immer“, sagt Diplom-Ingenieur Jonathan Kouchmeshgi.

Kita Königshof: „Die Stimmung ist gestiegen“

Zum Teil seien die alten Pläne aus den 1960er-Jahren sogar widersprüchlich. Außerdem laufe der Betrieb der sich über der Kita befindlichen Schule während der Bauphase weiter. Deswegen habe man auf eine Reduzierung des Baustellenlärms geachtet.

Die Kita-Mitarbeiter freuen sich schon jetzt auf ihr neues Gebäude: „Die Stimmung ist gestiegen“, sagt Kita-Leiterin Claudia Zemke zufrieden mit Blick auf die nun voranschreitenden Arbeiten am Gebäude.

So fördert das Land die Schulträger

Die Sanierung der Schulen in Trägerschaft der Stadt Hann. Münden wird mit 1,5 Millionen Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Landes (KIP) gefördert. Mit den sogenannten KIP-2-Mitteln wurden finanzschwachen Kommunen in Niedersachsen für die Sanierung, den Umbau und die Erweiterung ihrer Schulinfrastruktur insgesamt 289 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Der Förderzeitraum beträgt 5,5 Jahre und endet 2022. 

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