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Kita St. Blasius eröffnet nach drei Jahren Bauzeit

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Von: Kim Henneking

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Jürgen Stieler, Tobias Dannenberg, Jonathan Kouchmeshgi, Claudia Zemke und Katja Waldheim in der St. Blasius-Kita Hann. Münden
Einer von vier Gruppenräumen: Fachdienstleiter Hochbau Jürgen Stieler (von links), Bürgermeister Tobias Dannenberg, Architekt Jonathan Kouchmeshgi, Kitaleiterin Claudia Zemke und ihre Stellvertreterin Katja Waldheim beim Rundgang durch die fertige Kita am Königshof. © Kim Henneking

Die evangelisch-lutherische Kindertagesstätte St. Blasius am Königshof in Hann. Münden wird am Mittwoch, 09.02.2022, nach drei Jahren Sanierungsarbeiten wieder eröffnet.

Hann. Münden – „Es waren drei harte Jahre im Container. Die Erleichterung ist groß“, sagt Kitaleiterin Claudia Zemke beim Rundgang durch die evangelisch-lutherische Kindertagesstätte St. Blasius. Am Mittwoch, 09.02.2022, ziehen die 140 Krippen-, Kita- und Hort-Kinder sowie 40 Mitarbeiter in das sanierte Gebäude am Königshof in Hann. Münden ein.

Ende 2018 war ein großer Wasserschaden in der Küche festgestellt worden, berichtet Jürgen Stieler vom Fachdienst Hochbau der Stadt Hann. Münden. Er hat das Sanierungsprojekt mit Jonathan Kouchmeshgi vom Architekturbüro onp-Schweiger geplant und organisiert. Größer und heller sollte der 70er-Jahre-Bau werden. „Für eine Betriebserlaubnis waren gravierende Änderungen nötig“, sagt Stieler.

Die Kita-Mitarbeiter wurden in die detaillierte Planung des Gebäudes einbezogen, was sich an den vielen praktischen und liebevollen Details zeigt, die den Alltag erleichtern werden – vor allem im Vergleich zur vergangenen Bauzeit. „Wir hatten teils kein Wasser, Strom, Heizung oder Internet und hatten keinen Tag geschlossen“, betont Zemke mit Blick auf die Übergangsphase in Conatainern. Beim ersten Besuch im fertigen Kitabau seien einige Freudentränen geflossen.

Kita St. Blasius wurde kernsaniert

Das Gebäude wurde entkernt, Leitungen und Technik erneuert und die Fläche erweitert – von 750 auf 1000 Quadratmeter. Entsprechend aktueller Ansprüche verfügt das Gebäude über eine Lüftungsanlage.

Eltern betreten die Kita über eine neue Eingangshalle mit Empfangstresen, wo sie die Chance haben sollen, täglich mit verschiedenen Fachkräften zu sprechen. In der Mitte des Gebäudes befindet sich die Mensa, über die alle Gruppenräume zu erreichen sind.

Die vier Gruppen haben größere Räume erhalten. Zwei Räume teilen sich je ein Badezimmer, das bei Bedarf durch eine Tür in zwei Bäder geteilt werden kann – was während der Pandemie in Kitas vorgeschrieben war. Auch eine barrierefreie Kindertoilette ist dort zu finden. Erzieher haben vom Gruppenraum durch ein Fenster den Badezimmerbereich im Blick. Eine Tür zum Garten bietet Zugang zum Kita-Beet, dessen Erträge an der Küchenzeile im Gruppenraum zubereitet werden können. „Eine Küche in jeder Gruppe war uns besonders wichtig“, sagt Kitaleiterin Zemke. Die Kochplatten sind mobil und lassen sich sicher verstauen.

Ein Werkraum, ein Sprachförderraum und eine Bibliothek wurden neu geschaffen. Außerdem finden ein Schlaf-, Gymnastik-, Konferenz-, Gesprächs- und Mitarbeiterraum sowie mehrere Bäder, Technik- und Abstellräume Platz. Die Küche hat einen eigenen Eingang erhalten, was die Anlieferung erleichtern soll. Für Hortkinder gibt es eine Verbindungstür vom Schulgebäude direkt in die Kita.

Pandemie, Vandalismus und Winterinbruch verlängern Bauzeit

Wie viele Baustellen war auch der Kitaumbau von der Pandemie betroffen, berichtet Stieler. Material wurde verspätet geliefert, Vertreter einzelner Gewerke durften die Baustelle nur nacheinander betreten, statt wie gewohnt parallel zu arbeiten. Hinzu kamen der Wintereinbruch Anfang 2021 und Vandalismus im Rohbau. Derzeit werden noch Arbeiten im Außenbereich abgeschlossen, da festgestellt wurde, dass Wasser vom Schulhof auf das Kita-Gelände fließt.

„Die Kosten haben sich unter diesen Rahmenbedingungen in Grenzen gehalten“, sagt Stieler. So stiegen die ursprünglich veranschlagten 1,8 Millionen Euro auf 2,1 Millionen Euro. „Ich danke allen, die am Projekt beteiligt waren“, sagte Bürgermeister Tobias Dannenberg beim Rundgang durch die sanierte Kita. „Das Warten hat sich gelohnt.“

Auf der Internetseite der Stadt Hann. Münden zeigt eine Bildergalerie die einzelnen Bauschritte.

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