Kleiner Waffenschein ist heiß begehrt - Massiver Anstieg der Interessenten

Hann. Münden. Immer mehr Bürger wollen sich offenbar mit Schreckschusswaffen ausrüsten und interessieren sich für den Kleinen Waffenschein, der dafür notwendig ist.

Die Nachfrage nach dem sogenannten Kleinen Waffenschein ist derzeit groß. Seit Mitte bis Ende des vergangenen Jahres werde dieses Dokument verstärkt angefragt, sagt Jörg Golde vom Ordnungsamt der Stadt Hann. Münden.

„Seit den Vorfällen in Köln und Hannover zum Jahreswechsel gibt es einen massiven Anstieg der Interessenten“, so Golde. Es sei wohl das subjektive Unsicherheitsgefühl, das dafür sorge, „dass die Bürger den Kleinen Waffenschein stärker nachfragen“. Der Kleine Waffenschein berechtigt zum Führen einer Schreckschusswaffe. Nach Angaben der Stadt Hann.Münden wurden im Jahr 2015 in Hann.Münden neun Kleine Waffenscheine ausgestellt, davon seien es pro Jahr zwei gewesen, sagt Jörg Golde.

Auch der Landkreis Göttingen, der als Waffenbehörde auch für Dransfeld und Staufenberg zuständig ist, meldet einen Anstieg der ausgestellten Kleinen Waffenscheine. Im Jahr 2014 seien zwölf Scheine ausgestellt worden, teilt die stellvertretende Landkreissprecherin Andrea Riedel-Elsner mit.

Im Vorjahr waren es den Angaben zufolge 19 Scheine, in diesem Jahr wurden bereits vier dieser Dokumente - im Jahr 2015 beantragt - ausgestellt. Bislang seien in diesem Jahr zwölf Kleine Waffenscheine beantragt worden. Riedel-Elsner: „Da die Gründe für die Beantragung beim Kleinen Waffenschein nicht abgefragt werden, kann hierzu seitens des Landkreises auch keine eindeutige Aussage erfolgen.“

Volljährig

Um den Kleinen Waffenschein zu erhalten, muss man volljährig sein. Eine Prüfung ist nicht erforderlich. Der Besitzer muss zuverlässig sein. Alle drei Jahre wird von der Ordnungsbehörde die Eignung des Waffenscheinbesitzers überprüft.

Auch Fachgeschäfte, die Pfefferspray und Reizgas verkaufen, berichten über eine gestiegene Nachfrage. (awe)

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