Fridays for Future

Klimabündnis demonstriert in Hann. Münden auf der Straße

Die Dinos dachten auch, sie hätten noch Zeit: Demonstranten des Klimabündnis Hann. Münden zogen durch die Stadt.
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Die Dinos dachten auch, sie hätten noch Zeit: Demonstranten des Klimabündnis Hann. Münden zogen durch die Stadt.

Weltweit gingen am Freitag (25.09.2020) Aktivisten für Klimaschutz auf die Straße. Fridays for Future hatte dazu aufgerufen. In Münden demonsteriten etwa 80 Teilnehmer des Klimabündnisses.

Hann. Münden – „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“. Mit diesem Schlachtruf zogen 80 Aktivisten des Klimabündnis Hann. Münden am Freitag im Rahmen eines internationalen Klimaprotesttages auch durch Hann. Münden. Sie haben für mehr Tempo im Kampf gegen die Klimakrise demonstriert. Die Klimabewegung hatte zu dem weltweiten Aktionstag aufgerufen, nachdem die Proteste wegen der Corona-Pandemie lange Zeit ausschließlich im Internet liefen.

Gehzeuge sollen in Hann. Münden Fahrzeuge ersetzen

Die Aktivisten hatten im Vorfeld aus Holzlatten Gehzeuge gebaut, diese Holzkonstruktionen in Größe eines Autos, wurden mithilfe von Riemen getragen. Nach dem Gesetz dürfen diese Gehzeuge nur auf Straßen getragen werden. An diesen Gestellen waren Banner und Plakate befestigt. „Sag mir wo die Blumen sind“, „Vielfalt schützen, Zukunft retten“, „in Zeiten wie diesen betonieren Trottel die Wiesen“, „Wald statt Asphalt“, waren nur einige der Äußerungen auf den Bannern.

Der Demonstrationszug führte vom Feuerteich durch die Unterführung, den Kreisel entlang zum Vogelsangweg, über die Kassler Straße und Rotunde Richtung Pionierbrücke zur Kasseler Schlagd, Tanzwerderstraße bis zum Kirchplatz. Der Demo-Zug brachte unter anderem auf der Kasseler Straße den Verkehr zum Stocken. „Richtig so macht weiter“, „das ist ein guter Weg“, „bleibt dran“, riefen einige Autofahrer den Teilnehmern zu.

Redebeiträge auf dem Kirchplatz in Hann. Münden

Am Kirchplatz fanden noch einige Redebeiträge der drei teilnehmenden Initiativen statt. Das waren die Ortsgruppe Fridays for Future, die Ortsgruppe von Extinction Rebellion und Münden blüht und summt. Diese drei zusammen bilden das Klimabündnis Hann. Münden.

Die Gruppe Extinction Rebellion stellte sich als Bewegung und ihre Ziele vor. Die Initiative Münden blüht und summt brachte noch einmal das Volkbegehren „Artenvielfalt“ auf den Plan, wofür sie bereits seit einigen Monaten Unterschriften sammelt. Fridays For Future Hann. Münden hatte sich entschieden den globalen Streik dem Dannenröder Forst zu widmen.

Aktivisten: Solidarität mit den Besetzern des Dannenröder Waldes

Dieser Wald ist seit über einem Jahr besetzt, um ihn vor einer Rodung für die neue Autobahn 49 zu schützen. Bereits vorige Woche begann die erste Barrikadenräumung, denn im Oktober beginnt die Rodungssaison. Der Dannenröder Wald sei jedoch nicht nur ein gesunder Mischwald, sondern versorge außerdem viele Menschen mit Trinkwasser. Doch diese Fakten missachte die Politik für die Entlastung von umliegenden Straßen und der günstigere Warentransport zweier ortsansässiger Großkonzerne. Fridays for Future setzte so ein klares Zeichen gegen den Bau der A 49, für den Forst und für eine ökologische Verkehrswende, denn leider sei dies kein Einzelfall. Die Mitinitiatorin Sara Drubel brachte es in ihrem Redebeitrag auf den Punkt mit den Worten: „Wir sind heute auf der Straße, damit es diese Straße nicht geben wird“. (Von Petra Siebert)

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