Klinik-Krise: Rat will ein Zeichen setzen

Hann. Münden. Die Fraktionen im Stadtrat von Hann. Münden haben in der jüngsten Ratssitzung allesamt eine Resolution zum Erhalt der Arbeitsplätze und der Grund- und Regelversorgung einschließlich der Notfallverssorgung in der Dreiflüssestadt beschlossen.

Einzig die Ratsfrau der Linken im Stadtrat, Kirsten Klein, ist gegen die Resolution, die sie im Kern als „recht inhaltslos und schwammig“ bezeichnete. Die einzige Partei, die sich in Hann.Münden „gemeinsam mit den Beschäftigten der Kliniken aktiv zur Krankenhaussituation“ eingebracht habe, sei die Linke, so Klein.

Gudrun Surup (SPD) erläuterte das Ansinnen der Resolution und betonte, dass so viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten bleiben müssten. Sie verhehlte nicht, dass es in diesem konkreten Fall auch Kündigungen geben werde.

Wichtig sei für Münden der Erhalt von Arbeitsplätzen, aber auch der Qualität der Krankenhausversorgung sowie eine „gesicherte Zukunft einer 24-stündigen Notfallversorgung“. Von einem gemeinsamen Signal, das durch die Resolution gesetzt werde, sprach Martin Bretzler (Grüne). Ulrich Reichel (CDU) schloss sich diesen Ausführungen an.

Für Dr. Franz Bitz (Bürgerforum) stellt sich die Frage: „Hätte man nicht doch die vorgezogene Einhäusigkeit vermeiden können, um vielen Mitarbeitern die Arbeitslosigkeit zu ersparen?“

Hier die Resolution im Wortlaut: 

Solidarität 

Der Rat der Stadt Hann. Münden erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten des KHM und des NZN sowie aller Beschäftigten der Töchter der AWO GSD, die schuldlos um ihren Arbeitsplatz bangen müssen!

Arbeitsplatzerhalt 

Der Rat der Stadt Hann. Münden fordert, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Wiedereinstellung

Allen Beschäftigen, die jetzt eine Kündigung erhalten, muss nach Fertigstellung des Neubaus des Klinikums Hann. Münden mit der geplanten Bettenzahl von 245 Betten die Chance zur Wiedereinstellung gegeben werden.

Standard sichern 

Der Rat der Stadt Hann. Münden fordert die Landesregierung, die Staatskanzlei und das zuständige Sozialministerium auf, sich für den Erhalt der Arbeitsplätze am Standort Hann. Münden einzusetzen, und den bisherigen medizinischen Standard mit einer ausreichenden medizinischen Grund- und Notfallversorgung vor Ort zu sichern. Wir unterstützen alle Bemühungen, in Hann. Münden das Krankenhaus mit der angestrebten Bettenzahl zu erhalten.

Wir fordern die Verantwortlichen auf, eine Notfallversorgung Tag und Nacht für die Mündener Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.

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