Aussage von Geschäftsführung erwartet

CDU zu Klinikbetreiberin: „Geschäftsmodell ist gescheitert“

Hann. Münden. Die Betreiberin der beiden Mündener Krankenhäuser habe durch Fehleinschätzungen den Standort in Hann. Münden destabilisiert. Das meint der CDU-Stadtverband Hann. Münden.

Die finanzielle Schieflage musse dem Unternehmen weit aus früher als Oktober/November 2014 bekannt gewesen sein, heißt es in einer Pressemitteilung der Christdemokraten.

Bereits 2013 seien die Verbindlichkeiten der Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienst (AWO GSD) innerhalb von zwölf Monaten um 3,4 Millionen Euro auf rund 26 Millionen Euro angewachsen. Das Geschäftsmodell der AWO GSD, unter anderen den Gesundheitsmarkt in Hann. Münden dominieren zu wollen, sei gescheitert.

„Durch mangelnde Kommunikation mit den einweisenden Hausärzten und Stillstand in Zeiten des medizinischen Fortschritts ist das Krankenhauswesen in Münden nachhaltig beschädigt worden, so die Union.

Man erwarte eine eindeutige Aussage von der Geschäftsführung und des AWO-GSD- Aufsichtsrates, welche Verantwortung und Konsequenzen gezogen werden, um den Image- und finanziellen Schaden wieder gutzumachen.

Die Planinsolvenz betrachtet die CDU als Chance für den Standort, einen finanzkräftigen Investor zu finden, der das Krankenhaus erfolgreich betreiben und stärken kann.

Wichtig sei, dass die Einhäusigkeit durch den Neubau so schnell wie möglich realisiert werde und das Vertrauen der Bevölkerung in das Management und die Innovations- und Leistungsfähigkeit der medizinischen Versorgung wieder hergestellt werde, „dafür bürgen Stadt und Landkreis letztlich seit Januar 2012 mit 1,1 Millionen Euro“, so der Stadtverband.

Die Betreiberin der beiden Mündener Krankenhäuser, die AWO GSD, hat Planinsolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

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