Kliniken bremsen Langfinger aus

Kliniken bremsen Langfinger aus

Hann.Münden/Göttingen. Diebe machen vor Wertsachen von Patienten in Kliniken nicht Halt. Durch Einbau-Safes konnten die Krankenhäuser jedoch die Diebstahlrate deutlich senken.

Langfinger machen auch vor Patienten im Krankenhaus nicht halt. In den beiden Krankenhäusern der Awo Gesundheitsdienste in Hann. Münden, dem Nephrologischen Zentrum Niedersachsen und dem Krankenhaus Hann. Münden, steuert man dagegen.

Die beiden Krankenhäuser setzen darauf, dass Patienten Wertgegenstände gar nicht erst mit ins Krankenhaus bringen. Hergen-H. Scheve, Rechtsanwalt und Justiziar der AWO Gesundheitsdienste: „Allen Patienten wird bei ihrer Aufnahme das Merkblatt zur Aufbewahrung von Wertgegenständen ausgehändigt. Darin wird empfohlen, keine Wertsachen mit in die Klinik zu bringen.“ Haben die Patienten Wertsachen bei sich, ist es möglich, diese in einem zentralen Safe zu lagern. Sie bekommen dafür eine Quittung und können jederzeit über ihre hinterlegten Sachen verfügen. Bei Patienten, die orientierungslos sind, nimmt der Pflegedienst das Inventar auf und deponiert es im Safe, berichtet Scheve.

Das funktioniere gut. „Insgesamt kommen wir in den beiden Krankenhäusern auf ein bis zwei Fälle pro Jahr. Durch die Maßnahmen konnten wir die Diebstahlrate in den vergangenen acht Jahren um mehr als 80 Prozent senken“, sagt Scheve.

Auch in der Universitätsklinik in Göttingen wird gestohlen, das kommt aber eher selten vor. „Wir weisen die Patienten bei ihrer Ankunft darauf hin, dass sie keine Wertsachen mitbringen sollen. Falls sie doch welche haben, können sie sie auf den Zimmern in Safes legen“, sagt Bettina Bulle von der Pressestelle des Klinikums. Am häufigsten seien es Telefonkarten und Mobiltelefone, die gestohlen werden. „Wir wissen nicht, ob Patienten sie verlegen, oder ob das systematische Diebstähle sind,“ sagt Bulle. „Wir haben eine Meldestelle für Verlustanzeigen, da würden Häufungen von Diebstählen auffallen. Die gibt es nicht. “

Von Leona Nieswandt

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