Erweiterung bis zum Abschluss der Bauarbeiten Mitte 2017

Klinikum Münden erweitert Herzmedizin

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Internistische Notaufnahme: Dr. Ulf Nagorsnik, als Oberarzt zuständig für die internistische Notaufnahme im Klinikum Hann. Münden, untersucht Thomas Vulteé, der sich wegen zu hoher Blutzuckerwerte in ärztliche Behandlung begeben hat. Unterstützt wird Dr. Nagorsnik von den Krankenschwestern Rita Schulz (links) und Elke Korf.

Hann. Münden. Mitte 2017, mit dem Abschluss der Bauarbeiten am Klinikum, wird das Krankenhaus einen Herzkatheter-Messplatz anbieten.

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten Mitte 2017 wird das Klinikum Hann. Münden sein Leistungsspektrum in der Kardiologie (Herzmedizin) und der Gastroenterologie (Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen) deutlich erweitern. Das sagte der Ärztliche Direktor des Klinikums und Chefarzt der Inneren Medizin, Prof. Dr. Volker Kliem, im Gespräch mit der HNA.

In den neuen Räumen, die durch den Um- und Ausbau am Vogelsang entstehen, werde dann auch ein Herzkatheter-Messplatz für Linksherzkatheter-Untersuchungen geschaffen, erklärte Kliem. Bei dieser Untersuchung werde ein Katheter über die Unterarm- oder Leistenarterien bis in das linke Herz und die Herzkranzgefäße eingeführt, erläuterte der Internist. Dadurch können Veränderungen an den Herzkranzgefäßen, etwa Verengungen, sichtbar gemacht werden. Die Engstellen, so Kliem, können mit einem Ballon aufgeweitet werden oder es kann ein Stent gesetzt werden, um die Gefäßverengung offenzuhalten.

Um die Herzkatheter-Untersuchung anbieten zu können, würden die dazu nötigen Geräte angeschafft und das Personal, Fachärzte für Kardiologie, eingestellt, sagte der Ärztliche Direktor.

Mittelfristig sei auch geplant, Patienten Herzschrittmacher einzusetzen.

Mit Fertigstellung des Klinikums würden auch die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Magen- und Darmerkrankungen erweitert, kündigte der Mediziner an. Vorgesehen sei, die Bereiche der Sonographie (Ultraschalluntersuchungen) und Endoskopie (Magen- und Darmspiegelungen sowie Untersuchungen der Gallengänge) auszubauen - mit neuen medizinischen Untersuchungsgeräten sowie durch personelle Verstärkung.

Das Klinikum wird seit der Insolvenz der Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste von privaten Investoren getragen. Das Land Niedersachsen bezuschusst den Um- und Ausbau mit 34 Mio. Euro.

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