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Koch aus Hann. Münden eröffnet an der Ostsee ein Restaurant

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Von: Jens Döll

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Der Ausblick auf die Ostsee vom Ort Timmendorf in der Gemeinde Timmendorfer Strand aus gesehen.
Ausblick auf die Ostsee am Strand im Timmendorf. Diesen Ausblick kann Martin Jahn nun jeden Tag genießen. © Theresa Lippe

Von den Hügeln Südniedersachsens an den Strand der Ostsee. Martin Jahn aus Hann. Münden eröffnet bald ein Restaurant in Timmendorf (Schleswig-Holstein). Er will besondere Küche bieten.

Timmendorf/Hann. Münden – Direkt am Strand der Ostsee eröffnet ein Mündener sein Restaurant. Martin Jahns Projekt, das seit einem halben Jahr läuft, befindet sich kurz vor dem Abschluss. Das Restaurant „Bartmans Kitchen“ wird am 1. März eröffnet.

Hann. Münden: Koch eröffnet Restaurant an der Ostsee

Der 33-Jährige hatte seine Chance gewittert, berichte er per Videoschalte unserer Zeitung. „Ich werde bald 34, ich wollte mich schon immer selbstständig machen“, sagt er. Wie der Zufall so will, führte ihn ein Friseurbesuch ans Ziel: Er war mit einem Freund bei einem Friseur, sie unterhielten sich über Restaurants und seine Pläne. „Mein Kumpel sagte, sein Vater hätte eventuell was für mich.“ Gesagt getan, nach einer ersten Besichtigung wurde alles abgemacht.

Ein Bild des Restaurantbetreibers Martin Jahn aus Hann. Münden
Martin Jahn, der Name „Bartmans Kitchen“ kommt nicht von ungefähr. © Martin Jahn

„Viele fragten mich, wie kannst du es in dieser Zeit machen“, sagt der Mann mit dem langen Bart. Gemeint ist die Coronakrise. „Ich hatte einfach Bock, wenn nicht jetzt, wann dann?“. Momentan laufen gerade die letzten Arbeiten, die Aufregung steigt, so Martin Jahn. Die Küche baute er um, die Einrichtung ist frisch geliefert. Wie er auf den Namen kam? Der Bart spricht Bände.

Kooperation mit Hotel in Timmendorf

Eine Sitzgarnitur im Restaurant „Bartmans Kitchen“ in Timmendorf
Die Einrichtung für Martin Jahns Restaurant in der Gemeinde Timmendorfer Strand. © Martin Jahn

Das Restaurant befindet sich angrenzend zum „Hotel Seestern“, es hat 50 Plätze. „Ich biete regionale und saisonale Küche, mit guten Portionen und zu einem fairen Preis“, sagt der gelernte Koch. „Ich möchte nicht nur drei Kleckse auf den Teller machen und dafür 100 Euro verlangen“, sagt er, lacht und spielt damit auf ein Klischee der Sterneküche an.

Er arbeitet mit Landwirten vor Ort zusammen. Ab dem kommenden Jahr bekommt er sogar Gemüse von seinen Partnern angebaut. „Für die Fleischgerichte will ich das ganze Tier verarbeiten, nicht nur das Filet.“Auf der Karte sollen Klassiker der Deutschen Küche stehen, die neu interpretiert werden.

Deutsche Küche mit skandinavischem Einschlag

„Auch für Veggis und Veganer ist was dabei, es wird aber auch ein Schnitzel geben.“ Gerade stellt er seine Startkarte zusammen. Die Karte wird dann der Saison angepasst.

Das „Bartmans Kitchen“ befindet sich nahezu direkt am Strand in Timmendorf an der Strandallee, in bester Lage also. Der Gastraum ist stilvoll eingerichtet, eine Wand schmücken gelbe Fische. Im Restaurant steht er für die erste Zeit alleine in der Küche. Drei Festangestellte arbeiten bei ihm im Service, drei Aushilfen und ein Spüler. „Ich habe einen Deal mit dem Hotel, das direkt angrenzt“, erzählt er.

Er bietet sieben Tage in der Woche ein Frühstück an, für die Hotelgäste aber auch für andere Besucher. Montags und dienstags schließt er dann mittags, von Mittwoch bis Sonntag ist den ganzen Tag geöffnet. Wenn es gut läuft, wird er dann einen Koch einstellen.

Tisch und Stühle im Restaurant Bartmans Kitchen in Timmendorf. Der Betreiber, martin jahn, kommt aus Hann. Münden.
Geschmackvoll eingerichtet: Martin Jahn setzte auf Details © Martin Jahn

An vielen Kochwettbewerben teilgenommen

Martin Jahn stammt aus Hann. Münden, seine Kochausbildung hat er in Göttingen gemacht. Stationen führten ihn nach Österreich, Bayern und Italien. Auch im „Letzten Heller“ hat er mal gekocht, berichtet Martin Jahn. Vor vier Jahren ist er in Scharbeutz, in der Nähe von Lübeck, als stellvertretender Küchenchef angestellt worden. „Ich habe an vielen Kochwettbewerben teilgenommen“, sagt er.

Bis zu Eröffnung am 1. März sind es nur noch wenige Tage, es heißt noch mal „Gas geben“. Wenn er dann geöffnet hat, freut sich Martin Jahn auch auf Gäste aus der Dreiflüssestadt. Vielleicht nimmt ja der ein oder andere die knapp 360 Kilometer in Angriff. (Jens Döll)

Aus der Karte

Einige Beispiele, der er so in das Programm nehmen will, hat er unserer Zeitung mitgeteilt:

- Geschmorte Lammkeule in Heu mit Erdaromen, dazu Äpfel und Wurzeln.

- Gin Tonic Lachs, gebeizt mit Wacholder, Dill, Gurke, Skyr und Kaviar.

- Gegrillter Schweinebauch mit Zwiebeln in Texturen und Preiselbeeren.

- Jakobsmuscheln mit Algenaroma

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