Zustand dramatischer als gedacht

Kommentar zum Mündener Rathaus: Die Luft wird dünner

Das Mündener Rathaus muss dringend saniert werden. Doch es fehlt an Geld. Sogar im Amtszimmer des Bürgermeister steht neuerdings ein Stützbalken. Ein Kommentar von Axel Welch.

Das historische Rathaus in Münden hat im Laufe der Jahrhunderte so manchem Sturm getrotzt. Das wird wohl auch in nächster Zeit so bleiben, aber die Luft wird deutlich dünner. Von einem sehr kritischen Punkt ist in der Verwaltung die Rede, denn die Mitarbeiter sind nicht mehr so weit davon entfernt, dass ihnen die Decke auf den Kopf stürzt. Stützbalken sollen das zunächst verhindern. Ein Provisorium.

Es besteht zweifellos ein Sanierungsstau. Knapp zehn Millionen Euro sind für die Komplett-Erneuerung des Blickfangs im Herzen der Dreiflüssestadt veranschlagt. Aber nun bleibt man wegen fehlenden Geldes schon im Dach stecken. Dass die Stadt jetzt über hemdsärmlige Ideen wie Spendenaktionen nachdenkt, um die Lage in den Griff zu bekommen, zeigt, wie ernst es ist.

Das herausragende Engagement beim Erhalt der Tillyschanze mit privaten Initiativen zeigt, dass da was gehen könnte. Die Bürger werden sich nur fragen: Wird Privateinsatz zum Regelfall, wenn es um den Erhalt öffentlicher Gebäude geht?

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