Komponist Christian Möller bringt Musik und Film in zusammen

Arbeit an neuen Liedern und Videos: Christian Möller hat das Gefühl, mit seinen Videos erreiche er die Menschen besser. Foto: Schröder

Hann. Münden. Seit vielen Jahren komponiert Christian Möller Stücke für verschiedene Instrumente am Klavier. Nun wagt der 61-Jährige sich an ein neues Projekt heran: Seine komponierte Musik wird er in Kurzfilme mit verschiedenen Thematiken einfließen lassen.

Das können politische Themen sein, aber auch solche, die seine Heimat Hann. Münden zeigen. So möchte er mithilfe von Musik einen anderen Dialog finden.

„Musik funktioniert wie ein Gespräch", sagt der Pianist und Komponist Christian Möller. „Einer fragt, der andere antwortet."

„Ich habe das Gefühl, dass meine Musik so besser verstanden wird“, sagt Möller. Das Komponieren sei wie ein persönliches Geschichtsbuch, sagt er. Es helfe, mit der eigenen Biografie zurechtzukommen und sie darzustellen. „Ich möchte versuchen, das Publikum auf diese Weise zu finden.“

Die Videos sind derzeit noch in Arbeit, geplant sind weitere Dreharbeiten. Menschen aus Hann. Münden sollen darin vorkommen. Beispielsweise heißt ein geplantes Video „Die Dächer meiner Stadt“. Möllers Idee: Migranten und Flüchtlinge in den Film mit hineinnehmen. So möchte er zeigen, dass Flüchtlinge wie die seit Jahren in Hann. Münden lebenden Migranten auch irgendwann ankommen werden.

In einem weiteren Kurzfilm verarbeitet Möller das Thema Heimatverlust, auch in Bezug auf Flüchtlinge. Ein Zug von Kindern soll über die Brücke die Stadt verlassen. „Ich will zeigen, dass man nicht gegen Flüchtlinge sein sollte. Daher die Idee zu zeigen, wie es ist, wenn man selbst die Stadt verlässt“, erklärt Möller.

Die Videos möchte Möller auf dem Videoportal Youtube öffentlich machen, um so ein überregionales Publikum zu erreichen, das dann vielleicht sogar das Cult-Café im Ochsenkopf, Sydekumstraße 8, besucht. Außerdem sollen sie auf Konzerten gezeigt werden.

„Ohne jeden Zwang natürlich“, sagt Möller. Geplant sei auf keinen Fall eine Art politischer Bildungsunterricht. Daher werde maximal ein Film pro Konzert, in einem eigenen Raum im Ochsenkopf, gezeigt. „Die Besucher können frei entscheiden, ob sie die Kurzfilme sehen möchte.“ (csa)

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