Forderungen der AWO GSD in Millionenhöhe

Krankenhäuser in schwieriger Finanzlage

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Hann.Münden. Die  Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste -Träger der beiden Mündener Krankenhäuser und der Deister-Sündel-Klinik in Bad Münder - ist finanziell in schwieriger Lage.

Ein Bankenkonsortium mit der Nord LB als Konsortialführerin gab dem Konzern einen Überbrückungskredit bis 31. März, sagte die Geschäftsführerin der AWO Gesundheitsdienste, Magdalena Günther.

Außerdem hätten sich die Mitarbeiter an den Standorten des Gesundheitskonzerns - Hann. Münden, Bad Münder, Hannover - finanziell beteiligt, um den Engpass zu überwinden, betonte Günther. Parallel zu dem Kredit sei mit den Banken eine Finanzierungsvereinbarung geschlossen worden, um die Zahlungsfähigkeit der AWO GSD über den 31. März hinaus zu sichern. In Abstimmung mit den Banken, unterstützt von einer Unternehmensberatungsgesellschaft, werde der Konzern ein „Zukunftskonzept 2018“ erarbeiten.

 Ziel dieses Konzepts sei es, die AWO Gesundheitsdienste bis 2018 wirtschaftlich so gut aufzustellen, dass das bestehende Klinikum in Hann. Münden sowie die Einrichtungen in Bad Münder abgesichert sind. Das Zukunftskonzept, an dessen Erarbeitung alle Führungskräfte und die Mitarbeiter, vertreten durch die Betriebsräte, beteiligt würden, werde Ende März den Banken vorgelegt. Diese würden auf dieser Grundlage über eine Anschlussfinanzierung entscheiden.

Die Geschäftsführerin und ihr Kollege Volker Behncke, Projektleiter für das neue Klinikum, nannten drei Gründe für die finanziell angespannte Lage:

• Auch infolge des Transplantationsskandals an der Uniklinik Göttingen habe sich die Zahl der Nierentransplantationen im NZN im Jahr 2014 fast halbiert;

• Zu geringe Belegung des Krankenhauses Hann. Münden;

• Forderungen der AWO GSD gegenüber Krankenkassen in Millionenhöhe. (kri)

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