Kreis will Gebäude für Unterbringung von Flüchtlingen kaufen

Vereinbarung: Stadt und Landkreis Göttingen helfen sich gegenseitig bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Landrat Bernhard Reuter (Mitte) und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (rechts) unterzeichneten dazu einen Vertrag. Polizeipräsident Uwe Lührig informierte sich über die Flüchtlingssituation. Foto: Schlegel

Göttingen/Hann. Münden. Der Landkreis Göttingen hat drei Gebäude fest im Blick, die er für die Flüchtlingsunterbringung kaufen will.

Die Pläne für zwei Mündener Projekte sollen voraussichtlich im März öffentlich präsentiert werden.

Das kündigte Landrat Bernhard Reuter an. In Münden sollen das ehemalige Vereinskrankenhaus und die frühere Chemieschule gekauft werden. Das Vereinskrankenhaus soll 250 Flüchtlinge aufnehmen. Es könnte die Entwicklung des Stadtteils fördern, denn der Kreis will ein Integrations- und Qualifizierungszentrum dort einrichten. Die Anwohner könnten beispielsweise von der Kinderbetreuung sowie von den Spielmöglichkeiten für Mädchen und Jungen auf dem Gelände profitieren. In der ehemaligen Chemieschule könnten nach den Plänen des Kreises 50 Flüchtlinge untergebracht werden.

Schloss im Visier

Außerdem will der Kreis das Schloss Wollershausen bei Gieboldehausen kaufen. Dort sind derzeit bereits 120 Flüchtlinge untergebracht.

Reuter kündigte an, dass es Ziel des Landkreises bleibe, keine Turn- beziehungsweise Sporthallen für die Flüchtlingsunterbringung zu nutzen. Außerdem sollen die Flüchtlinge möglichst dezentral untergebracht werden.

Allerdings könne der Landkreis laut Reuter nicht auf Sammelunterkünfte verzichten, wenn zu den derzeit 500 Asylbewerbern, die er selbst betreut, weitere 1500 hinzukommen. Diese Unterkünfte sollen maximal Platz für 250 bis 300 Flüchtlinge bieten.

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