Kriminalität: 2014 weniger Taten im Altkreis Münden

Manfred Weber

Hann. Münden. Die Zahl der Straftaten ist 2014 auch im Altkreis Münden rückläufig. Das teilt Manfred Weber, Leiter des Polizeikommissariats Hann.Münden, mit.

Damit liegt der Altkreis mit Hann. Münden, Dransfeld und Staufenberg im Trend, denn auch im gesamten Landkreis Göttingen gab es im vergangenen Jahr weniger Taten als 2013 (wir berichteten).

Von den 20.772 Straftaten im ganzen Landkreis und der Stadt Göttingen entfallen auf den Altkreis 2094 Fälle. Das ist im Vergleich zu 2013 ein Rückgang um 262 Straftaten.

Trotz weniger Fallzahlen gibt es eine Steigerung bei den Raubdelikten und der räuberischen Erpressung von sieben (2013) auf zehn. Darin enthalten sind auch die Überfälle auf Spielhallen und Internetcafés sowie einen Lottoladen am Entenbusch. Vier dieser Taten sieht die Polizei als geklärt an.

Straftaten im Altkreis: Nur in Staufenberg stieg die Zahl. Das hängt nach Angaben der Polizei vor allem mit vermehrten Tankbetrügereien im Bereich des Autohofs Lutterberg zusammen.

Als „herausragend in negativer Hinsicht“ bezeichnet Polizeichef Weber die beiden schweren Kapitaldelikte in der Dreiflüssestadt, die für Aufsehen gesorgt haben. Im Januar 2014 wurde eine Seniorin am Kattenbühl brutal überfallen, stranguliert und schwer verletzt. Die elektronische Fußfessel eines Mittäters führte zu zwei Kriminellen. Anfang April ging ein Mann aus Eifersucht mit einem Messer auf seine Exfreundin los und verletzte sie schwer. Beide Fälle wurden aufgeklärt und die Täter zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Rückgänge auch bei Diebstählen

Bei den Diebstahlszahlen gibt es einen Rückgang. 695 Fälle wurden 2013 aktenkundig, 585 waren es im vergangenen Jahr. Diese Zahl beinhaltet auch einen Rückgang beim Ladendiebstahl von 85 auf 57 Fälle, schweren Diebstahl in und aus Gaststätten von 14 auf fünf Fälle, Taschendiebstahl von 29 auf 14 Fälle und Diebstahl von Fahrrädern von 25 auf 21 Fälle.

Weber: „Leider ist die Tendenz in einigen Deliktsbereichen des Diebstahls negativ verlaufen, so beim Wohnungseinbruchsdiebstahl von 21 auf 33 Fälle, beim Tageswohnungseinbruch von drei auf 18 Fälle und beim Diebstahl von Kraftfahrzeugen von elf auf 15 Fälle.“ Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten sei die Tendenz der steigenden Zahlen das erste Mal seit Jahren gestoppt worden (2013: 644 Delikte, 2014: 560 Fälle). Darunter fielen insbesondere Betrug und Warenkredit- und Warenbetrug.

Eine andere Entwicklung gibt es beim Tankbetrug: 119 Delikte wurden angezeigt, im Jahr 2013 waren es noch 57. Gefallen sind die Zahlen bei den Körperverletzungen von 251 auf 220. Der Rückgang der Körperverletzungsdelikte sei sehr erfreulich, so Weber, allerdings müsse die Einschränkung gemacht werden, dass „in einer größeren Anzahl begangener Körperverletzungen bei den Tätern Alkohol im Spiel ist und die erlittenen Verletzungen der Opfer mitunter erheblich sind“. Die Zahl sank von 251 (2013) auf 220.

Dennoch sagt Weber: „Die Verrohung und die gestiegene Gewaltbereitschaft machen uns Sorgen. Die Täter kennen kein Mitleid mit den Opfern.“

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