Lockdown bis 28. März

Kritik an Corona-Regel-Wirrwarr: Einzelhandel in Hann. Münden wünscht sich mehr Klarheit und Planbarkeit

Der niedersächsische Landtag debattiert heute über die neuen Corona-Regeln (Archivbild).
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Der niedersächsische Landtag debattiert gestern über die neuen Corona-Regeln (Archivbild).

Der Einzelhandel in Hann. Münden wünscht sich mehr Klarheit. Das Land Niedersachsen will Lockerungen und Verschärfungen bei den Corona-Maßnahmen regional und differenziert regeln.

Göttingen/Kassel/Hann. Münden – Niedersachsen will Lockerungen und Verschärfungen bei den Corona-Maßnahmen regional und differenziert regeln. Das heißt, dass in Landkreisen und kreisfreien Städten mit niedrigen Ansteckungszahlen in bestimmten Bereichen etwa bei privaten Kontakten oder beim Sport mehr möglich wäre als im Rest des Landes. Bei einem hohen Infektionsrisiko mit einem Siebentage-Inzidenzwert über 100 liefe es dann umgekehrt:

„Einkaufs-Tourismus“ in Niedersachsen verhindern

„Die Notbremse müsste in Niedersachsen jeweils auch regional greifen“, erklärte die Staatskanzlei von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag in Hannover.

Bei Öffnungen will die Landesregierung allerdings auf den „Anziehungs-Effekt“ abstellen. So soll selbst in Landkreisen mit niedriger Inzidenz der Einzelhandel weitgehend dicht bleiben, um einen „Einkaufs-Tourismus“ aus besonders belasteten Nachbar-Kommunen zu verhindern. „Soweit Wanderungsbewegungen über Landkreisgrenzen ausgeschlossen sind, wie etwa bei Vereinssport, sind abweichende Regelungen denkbar“, sagte eine Regierungssprecherin. Gleichzeitig warnte sie aber vor allzu vielen Freiheiten.

Hann. Münden: Gilde wünscht sich mehr Klarheit

Andreas Sadowsky, Einzelhändler und Vorstandsmitglied der Mündener Gilde, zu den geplanten Lockerungen: „Wir wünschen uns mehr Klarheit und eine verlässlichere Perspektive für den Einzelhandel und die Gastronomie“. Natürlich freue sich jeder Einzelhändler, wenn er wieder öffnen dürfe. Die bisher bekannten neuen Regeln hält er für noch zu unklar, etwa, ob mit Inzidenz der Landeswert oder der Wert für den Landkreis gemeint sei.

Die gesamte Öffnungsstrategie sei gefühlt ein großes Durcheinander. Das System „Click and Meet“ mit Einkaufen nach vorherige Terminvergabe bedeute mehr Aufwand und Planung, dennoch sei es eine Möglichkeit, um Umsätze zu generieren: „Aber was machen wir, wenn die Inzidenz kurzzeitig wieder über 50 liegt?“ Ein ständiges Hin und Her zwischen Öffnen und Schließen sei für die Einzelhändler schlecht. Dennoch versuche die Gilde und jeder Einzelhändler, das Beste aus den Vorgaben zu machen, so Andreas Sadowsky. (Thomas Schlenz/Peter Mlodoch/Thomas Kopiez)

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