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Künstlergruppe plant Ausstellung parallel zum Mündener DKKD-Festival

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Von: Ekkehard Maass

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Der Ausstellungsort: das Gästehaus Tanzwerder aus dem Jahr 1564.
Der Ausstellungsort: das Gästehaus Tanzwerder aus dem Jahr 1564. © Maass, Ekkehard

Zum ersten Mal seit der Gründung des DKKD ist das Gästehaus Tanzwerder nicht Teil des Festivals. Trotzdem wird es in dem Haus eine Ausstellung einer Künstlergruppe zu sehen geben.

Hann. Münden – Das Gästehaus Tanzwerder an der gleichnamigen Straße in der Mündener Altstadt war in den vergangenen Jahren fester Bestandteil des Festivals Denkmalkunst–Kunstdenkmal (DKKD). In diesem Jahr ist es zum ersten Mal, seit Gründung des Festivals durch Uta von Schenck und Bernd Demandt, nicht dabei. Kunst ist dort aber parallel zum Festival dennoch zu sehen.

In dem sanierten Renaissance-Fachwerkhaus aus dem Jahr 1564 stellen Künstler und Künstlerinnen aus, die von der Jury des DKKD-Festivals abgelehnt wurden oder mit dem Auswahlverfahren unzufrieden sind. Es handelt sich um die Mündener Kunstnetz-Künstlerinnen Uschi Senff, Barbara Engelhardt und Bruni Senger sowie den französischen Künstler Patrice Larue. Sie präsentieren in ihrer deutsch-französischen Ausstellung unabhängig von DKKD vom 2. bis 9. Oktober eigene Arbeiten unter dem Motto „Oh du fröhliche, oh du schöne freie Kunst“.

Eigentümer Bernd Demandt hat das Gebäude Uschi Senff wie in früheren Festival-Jahren seit 2007, als es noch DKKD-Ausstellungsort war, wieder zur Verfügung gestellt. „Solange Uschi Senff und ihre Freunde ihre Kunst dort zeigen möchten, können sie das Gästehaus nutzen“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Familie Senff habe DKKD immer unterstützt, auch mit ihren Verbindungen und mit Sponsoren.

Künstler erreichten nicht die nötige Punktzahl

Uschi Senff, Mitbegründerin des Mündener Kunstnetzes, und der Franzose Patrice Larue, Absolvent der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris und heute ein international ausstellender Künstler, beide zählen zu DKKD-Künstlern der ersten Stunde, sind mit ihrer Bewerbung bei der DKKD-Jury gescheitert. Sie hatten bei den angewandten Kriterien nicht die nötige Punktzahl erreicht, wie aus dem Ergebnis hervorgeht. Bewertet wurden „Originalität, eigene Handschrift“, „professionelle Intention, Ausstellungserfahrung“, „Sicherheit in verwendeten Techniken“ und „Kontinuierlich künstlerisch gearbeitet“.

Bruni Senger, bisher einmal beim DKKD dabei und aktiv im Mündener Kunstnetz, hat sich beim DKKD gar nicht erst beworben. Der früheren Designerin in einem Mündener Unternehmen sei das Verfahren mit online eingereichten Arbeiten zu kompliziert gewesen.

Künstler halten zusammen

Barbara Engelhardt, ebenfalls Mitglied im Mündener Kunstnetz, wiederum hat die DKKD-Jury aufgenommen für eine Gruppenausstellung. Sie hat sich aus Freundschaft zu der Gruppe aber lieber für die Ausstellung im Tanzwerderhaus entschieden. Sie gehörte auch schon 2019 zu der Gruppe, die dort ihre Arbeiten gezeigt hat.

Sie zeigen ihre Kunst im Gästehaus Tanzwerder: Bruni Senger, Barbara Engelhardt und Uschi Senff (v.l.). Zur Gruppe gehört zudem der französische Künstler Patrice Larue.
Sie zeigen ihre Kunst im Gästehaus Tanzwerder: Bruni Senger, Barbara Engelhardt und Uschi Senff (v.l.). Zur Gruppe gehört zudem der französische Künstler Patrice Larue. © Ekkehard Maass

„Wir sind Mündener Künstler, die glauben, dass ihre Kunst so sehenswert ist, dass sie zum Festival gehören sollte“, sind sich die drei Künstlerinnen im Gespräch mit unserer Zeitung einig. Das sei im Rahmen des DKKD so nicht möglich gewesen und deshalb setzten sie auf einen eigenen Ausstellungsort parallel zum DKKD.

Gästehaus wird Treffpunkt für europäische Künstler

Zudem, so geht aus einer Erklärung der Gruppe hervor, soll das Gästehaus als Treffpunkt europäischer Künstlerinnen und Künstler wie bei früheren Festivals erhalten bleiben. Ganz im Sinn des europäischen Gedankens.

In Uschi Senffs Arbeiten geht es immer um die Faszination für Licht und die Magie der Farben, Bruni Senger setzt sich mit zeitkritischen Themen auseinander und Barbara Engelhardt arbeitet gerade an „humorvollen Tierportraits“.

Vernissage ist im Haus Tanzwerderstraße 15 am Sonntag, 2. Oktober, ab 17.30 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Geöffnet ist sie vom 2. bis 9. Oktober jeweils von 11 bis 18 Uhr.

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