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Kunden sind vorsichtig: Nachfrage bei Reisebüros im Altkreis Münden hält sich noch in Grenzen

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Von: Clara Veiga Pinto

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Ein beliebtes Reiseziel: die Balearen. Simone Burmeister vom Reisebüro Simones Reisewelt hofft auf eine gute Urlaubssaison.
Ein beliebtes Reiseziel: die Balearen. Simone Burmeister vom Reisebüro Simones Reisewelt hofft auf eine gute Urlaubssaison. © Clara Pinto

Viele Menschen vermissen es, in den Urlaub zu fahren und erhoffen sich von diesem Jahr mehr Reisefreiheit.

Altkreis Münden – Auch im Reisebüro „Simones Reisewelt“ in Hann. Münden geht es langsam wieder bergauf. „Die Kunden wollen reisen, das merkt man“, sagt Simone Burmeister, Inhaberin des Büros. Beliebte Ziele seien nach wie vor Spanien, Griechenland, die Türkei und Ägypten. Auch Kreuzfahrten und Fernreisen stehen normalerweise hoch im Kurs, hier seien ihre Kunden allerdings noch etwas vorsichtig.

Dennoch rechnet Simone Burmeister mit einer guten Sommersaison. „Es ist zwar nicht absehbar, aber wenn es so bleibt, wie es jetzt ist, wird es ein guter Sommer.“

Trotz guter Prognosen für niedrige Coronazahlen in diesem Sommer halten sich einige Kunden noch mit der Buchung zurück. „Manche wollen auch nichts buchen, weil es in dem jeweiligen Reiseland noch zu viele Einschränkungen gibt.“ Andere wollen sich noch nicht festlegen.

Flexoptionen geben den Kunden Freiheit

Das müssen sie mittlerweile auch kaum noch, denn wegen der Pandemie gibt es seit einiger Zeit die sogenannten Flexoptionen. „Kunden können, je nach Anbieter, 22 oder 14 Tage vorher die Reise kostenlos stornieren“, erklärt Simone Burmeister. Ihrer Meinung nach ist jetzt die beste Zeit, um Reisen zu buchen. „Es lohnt sich, weil man so viel Flexibilität hat.“

Birgitt Schäfer, Inhaberin der Sallweys Reisebüros in Dransfeld und Reinhardshagen, hofft auch, dass das Reisegeschäft in der kommenden Saison wieder anläuft. „Im Moment verdienen wir noch kein Geld, das ist hart. Wir werden erst bezahlt, wenn der Kunde abreist“, sagt sie.
Die vergangenen zwei Jahre seien für alle Reisebüros eine schwierige Zeit gewesen. „Auch die nächsten Monate sind für uns sehr schwer kalkulierbar. Wegen der Flextarife haben wir keine Gewissheit“, bedauert Schäfer. Die Flexoptionen hätten auch schon Kunden ausgenutzt, berichtet sie.

Lange Corona-Pause: Teurere Reisen

Zudem seien einige Reisen teurer geworden. Viele Kunden erwarten niedrigere Preise für ihre Urlaube. „Woher sollen die niedrigen Preise kommen?“, fragt sich Schäfer. Die Tourismusbranche sei am Boden und wer Service wolle, müsse dafür zahlen.

Trotzdem blickt die Inhaberin positiv in die Zukunft: „Wir werden uns an das Virus gewöhnen. Es wird weitergehen.“ Spürbar sei, dass die Lust auf das Reisen größer sei, als die Angst vor dem Virus.

„Einige sind noch verhalten, aber man merkt, dass die Menschen möchten“, sagt sie. Auch in ihren Reisebüros seien die Türkei, Spanien und die Mittelmeerländer beliebte Reiseziele. Bus- und Fernreisen seien aktuell nicht so stark nachgefragt. (Clara Pinto)

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