Kunst die unter die Haut geht

Mündener Tätowiererin gibt Tipps zur Tattoopflege im Sommer

Tattoo-Studio Inhaberin Sarah Schulz vom Golden Monkey Tattoo Parlour in Hann. Münden gibt Tipps, wie man Tattoos im Sommer am besten pflegt.
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Tattoo-Studio Inhaberin Sarah Schulz vom Golden Monkey Tattoo Parlour in Hann. Münden gibt Tipps, wie man Tattoos im Sommer am besten pflegt.

Die Sommermonate sind, trotz Corona, die Zeit für Freibadbesuche, Sonnenbaden und Ausflüge im Freien. Sonnenschutz spielt dabei eine essenzielle Rolle. Doch sollten Menschen mit Tattoos jetzt ganz besonders auf ihre Haut aufpassen.

Hann. Münden –Sarah Schulz, Besitzerin von Mündens einzigem Tattoostudio „Golden Monkey Tattoo Parlour“ in der Bahnhofstraße gibt drei Tipps, damit Tattoos auch nach den sonnigen Monaten noch schön anzuschauen sind.

  1. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen: „Es gibt extra Sonnenschutz für tätowierte Haut, reguläre Sonnencreme reicht aber vollkommen aus. Dabei sollte mindestens Lichtschutzfaktor 50 benutzt werden“, rät die Tätowiererin. Einer besonderen Anwendung bedarf es dabei nicht, es reicht den Anweisungen des Herstellers zu folgen. Trotzdem können nicht 100 Prozent der UV-Strahlen mit Sonnencreme abgeblockt werden. Daher ist regelmäßiges Nachcremen wichtig.
  2. Langes Sonnenbaden vermeiden: „Wer nicht will, dass seine Tattoos verblassen, sollte sich nicht zu lange in die pralle Sonne legen.“ Schulz selbst sonnt sich überhaupt nicht, um ihre Tattoos zu schützen. UV-Strahlen regen die Zellen an, das Pigment Melanin zu produzieren, welches die Haut braun erscheinen lässt. In derselben Hautschicht befinden sich die Farbpigmente der Tätowierungen. Sie werden beim Sonnenbaden durch die braunen Pigmente des Melanins überlagert. So wirken die Farben des Tattoos dann weniger intensiv, helle Töne können sich sogar verfärben. Sonne und Hitze können außerdem zu Schwellungen, Juckreiz oder Rötungen der Tattoos führen.
  3. Mit frischen Tattoos sollte man die Sonne so gut es geht meiden, sagt Sarah Schulz. Da die Haut gereizt ist, sei sie viel empfindlicher und wesentlich anfälliger für einen Sonnenbrand. Und der sei dann besonders schmerzhaft: „Wer sich an einer frisch tätowierten Körperstelle einen Sonnenbrand zuzieht, sollte unbedingt zum Arzt gehen“, rät sie.

Wer sich bei warmem Wetter tätowieren lassen will, sollte vorher ausreichend viel trinken und etwas essen, damit der Kreislauf stabil bleibt, empfiehlt die Studio-Inhaberin.

Trotz Corona hat sich für ihre Arbeit kaum etwas verändert, erzählt sie: „Da bei uns sowieso sehr hohe Hygienestandards herrschen, ist fast alles wie immer.“ Mund-Nasen-Schutz und ausreichend Desinfektion gehören zum Alltag der Tätowiererin. Nur die Kunden müssten jetzt ebenfalls eine Maske tragen und eigene Getränke mitbringen. Menschen, die nicht gesund sind, würde Schulz auch ohne aktuelle die Pandemie nicht tätowieren.

Von Theresa Lippe/tli

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