Ausstellung bis Sonntag

Kunst im alten Gemäuer: Münchener Künstlerin stellt in Hann. Münden aus

Die Münchener Künstlerin stellt ihre Werke bis Sonntag (27.09.2020) in der Rotunde in Hann. Münden aus.
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Rotunde: Diese Installation von Verena Friedrich kommt an dem Sandsteingemäuer in Hann. Münden so richtig zur Geltung.

Einer Künstlerin bei der Arbeit zuschauen. Das ist in der Rotunde aus Hann. Münden bis Sonntag (27.09.2020) möglich. Verena Friedrich aus München zeigt dort ihre Werke aus Papier.

Hann. Münden – Gast im Mündener Sommeratelier ist seit kurzem Verena Friedrich aus München. In der Rotunde zeigt und fertigt sie Installationen aus Papier. Bis einschließlich Sonntag (27.09.2020) kann sie täglich von 13 bis 17 Uhr bei der Arbeit beobachtet werden. Eintritt ist frei, Masken sind geboten.

Rotunde Hann. Münden: Verena Friedrich aus München stellt aus

Unter der gediegenen Holzkonstruktion des in den 1980er Jahren in alter Zimmermannstradition wiederhergestellten Kegeldaches soll in den nächsten Tagen eine schwebende Installation aus Papier entstehen, die durch ihre Feinheit und Leichtigkeit wirken wird. Ein Teil dieses Kunstwerkes ist bereits besichtigbar. Aus festen Papier-Lollystielen fertigt sie die einzelnen Elemente, die dann zu einer Gesamtheit zusammen geführt und an die Deckenbalken gehängt werden. Dadurch sind sie ständig in Bewegung und erscheinen in verschiedensten Formen. Weitere ansprechende und ausgefallene Objekte sind zusätzlich zu sehen, jedoch ausschließlich in den Farben schwarz und weiß. Im Kontrast zu dem Sandsteingemäuer der Rotunde ist die Wirkung der Arbeiten in diesen beiden Farben enorm.

Papier als Ausstellungsmaterial in der Rotunde in Hann. Münden

Unter den Werken ist ein filigranes Objekt aus Holz gesägt, mit Japanpapier beklebt und anschließend Farbe mit äußerst feinen Pinselstrichen aufgetragen. Eine Besonderheit sind die Installationen Black Currents und White Currents (schwarze und weiße Strömungen). Aus festen Papiertrinkhalmen sind 3-D-Gebilde entstanden. Das Grundgerüst besteht aus Draht und Papier, an dem die Mengen von Trinkhalmen befestigt sind.

An den Kunstwerken ist zu erkennen, dass Verena Friedrich gerne experimentiert. Wichtig ist ihr, dass Bewegung im Spiel ist. Einige Teile wirken zerbrechlich, sind aber äußerst stabil. Beeindruckend ist eine Installation aus tausenden Papierröllchen, die sie alle selber zugeschnitten und gerollt hat.

Verena Friedrich zu ihren Werken: „Das ist für mich eine Art Meditation“

„Das ist für mich eine Art Meditation, eintauchen in meine Arbeit und dadurch den Faktor Zeit ganz anders zu erleben“, berichte Verena Friedrich. Oft braucht es für den Betrachter den zweiten Blick, um den Werkstoff Papier zu erkennen. Dem Betrachter bleibt Raum für Assoziationen. In einige ihrer Kunstwerke sind Agavenblüten eingearbeitet, die sie in Fuerteventura gesammelt hat, dort lebt und arbeitet sie zeitweise. (Von Petra Siebert)

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