Ideen im Café Aegidius skizziert

100 Häuser in fünf Orten: Kunst als Vitaminkur für Fachwerkstädte

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Mit Kunst eine neue Sichtweise auf leerstehende Gebäude eröffnen: Hier beim Denkmal-Kunst-Festival 2009 in Hann. Münden, Kalligraphie von Keikichi Honna in der ehemaligen destille. 

Hann. Münden. Kunst und Kulturveranstaltungen in 100 Häusern in fünf Städten: Die Organisatoren bohren dicke Bretter für das Denkmal-Kunst-Festival 2017 im Fachwerk-Fünfeck.

Bernd Demandt hat sich bereit erklärt, die Organisation für ein Denkmal-Kunst-Festival im Jahr 2017 zu übernehmen. Unterstützt wird er dabei von Patricia Kenar, Vorsitzende des Fördervereins Mündener Altstadt.

Das Festival soll auf alle Städte des Fachwerk-Fünfecks ausgeweitet werden: zu dem gehören außer Hann. Münden auch Duderstadt, Einbeck, Northeim und Osterode. Ziel: Eine neue Perspektive eröffnen auf die Fachwerkstädte und Interesse wecken an den alten Häusern. In Hann. Münden hat das geklappt: Die Hälfte der Gebäude, die beim Festival Veranstaltungsort waren, seien verkauft worden und sind oder werden saniert - eine Vitaminkur für die Altstadt.

Am Freitagabend skizzierte Demandt die Idee im voll besetzten Café Aegidius. Unter den Besuchern waren auch Bürgermeister oder andere Vertreter der fünf Fachwerkstädte.

In der Zeit vom 29. September bis 8. Oktober 2017 soll es 300 Veranstaltungen in 100 leer stehenden Gebäuden in den fünf Städten geben. 250 Künstler sollen ihre Werke dort ausstellen. 15 000 Besucher könnten zu der Großveranstaltung kommen, so einige Zahlen, die Demandt nannte. Um die Kosten von 750 000 Euro zu decken werden Sponsoren angesprochen.

Außerdem werden jede Menge Ehrenamtliche in allen fünf Städten gesucht, die Arbeitsgruppen bilden, um Bernd Demandt bei der Organisation zu unterstützen und beim Festival mitzuarbeiten. Interessierte konnten sich am Info-Abend direkt in Listen eintragen, sie können sich aber auch bei Bernd Demandt melden unter Tel.: 05541/ 98 460. In Arbeitsgruppen soll es dann ans Vorbereiten gehen. Solche Arbeitsgruppen müssen auch in den anderen vier Städten ins Leben gerufen werden. Das heißt, auch dort werden viele Freiwillige gesucht.

Ideen wie Workshops zum Festival oder Schiffsfahrten zur Veranstaltung gibt es schon reichlich. Diesmal solle das Programm auch so frühzeitig stehen, dass es rechtzeitig in die Werbung der Touristiker aufgenommen werdenkann, machte Demandt deutlich - viel zu tun also, und das in fünf Städten statt in nur einer.

Alle, die Demandt kennen, wissen, dass es nicht die erste „unmögliche“ Idee ist, die er umsetzt. Das stellte auch Wolfgang Senff aus den Zuschauerreihen fest. „Ich bin dir sehr dankbar, dass du verrückt bist“, sagte Senff. „Ich habe gar keine Zweifel daran, dass dies, so irre es auch scheinen mag, wieder ein großer Erfolg wird.“ (zpy)

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