Schätze im Museum

Kurioses aus Nussschalen: Die Wunderkammer in Hann. Münden stellt auch Kunst her

Auf dem Bild ist ein anatomisches Modell eines Brustkorbs zu sehen, das aus den Schalen einer Walnuss geschnitzt wurde.
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Auf dem Bild ist ein anatomisches Modell eines Brustkorbs zu sehen, das aus den Schalen einer Walnuss geschnitzt wurde.

Hann. Mündens Museen bieten einige Schätze. Wir stellen sie vor. Heute steht Dr. Wolfs Wunderkammer in der Mündener Altstadt auf dem Plan. Dort gibt es allerhand kurioses, manches kann sogar käuflich erworben werden.

Hann. Münden – „Denkräume für Kulturgeschichte(n)“ heißt das neue Museum in Hann. Mündens Innenstadt im Stil einer Wunderkammer. Ursprünglich sollte die ungewöhnliche Schau in der Radbrunnenstraße 17 / Ecke Ziegelstraße bereits am 11. April eröffnet werden.

Durch die Vorschriften zur Coronalage konnten Sarah und Daniel R. Wolf „Dr. Wolfs Wunderkammer“ jedoch erst im Juni öffnen und mussten dabei auf eine Eröffnungsfeier verzichten.

Kurioses und historisches gibt es in Dr. Wolfs Wunderkammer in Hann. Münden

Dr. Wolfs Wunderkammer: Sarah und Daniel R. Wolf im Eingangsbereich zu ihrem derzeit coronabedingt geschlossenen Museum in Hann. Münden.

Von den kuriosen, historischen und manchmal fast vergessenen Objekten haben sich seither Mündener Gäste und Touristen begeistern lassen. „Zeitweise durften wir nur zwei Besucher gleichzeitig einlassen. Führungen fanden nach Absprache statt“, berichten die Museumsmacher. Dank des Trägervereins „Zeitsprünge“ ist das Ehepaar zuversichtlich, die coronabedingte Schließung ab November überbrücken zu können.

Damit es nicht nur auf der Homepage des Museums Neues zu entdecken gibt, soll das Schaufenster nun anders eingerichtet werden. „Auch in der Werkstatt wartet noch viel Arbeit auf uns“, berichten die Illustratorin und der Kunsthistoriker.

„Früher wurden Kokosnüsse und Straußeneier verziert und graviert“

„In der Tradition der klassischen Wunderkammern wird bei uns nicht nur gesammelt. Es wird fleißig restauriert, bearbeitet und neu geschaffen“, erläutern Sarah und Daniel R. Wolf.

Sie lassen sich dabei von historischen Vorbildern inspirieren. „Früher wurden Kokosnüsse und Straußeneier verziert und graviert, bei uns entstehen unter anderem Schnitzereien aus Walnussschalen“, sagt Daniel R. Wolf.

Exponate können über den Onlineship erworben werden

„Was wir dabei zutage fördern, nimmt manchmal überraschende Formen an, von geometrischen Mustern bis hin zum kleinen anatomischen Modell, das einen Brustkorb zeigt“, erläutert er. „Es geht uns auch darum, in gewöhnlichen Dingen etwas Außergewöhnliches zu sehen. Manchmal muss dies erst herausgeholt werden, damit es andere entdecken können.“ Bis aus einer Nuss eine Skulptur entsteht, braucht es einige Stunden geduldiger Arbeit. Zahlreiche Exponate können über den Online-Museumsshop erworben werden. Der neue Museumskalender ist dort ebenfalls erhältlich. Auch durch einen Gutscheinkauf für Führungen oder die Mitgliedschaft im Trägerverein kann das kleine Museum unterstützt werden. (Bettina Winecke)

Kontakt:

Dr. Wolfs Wunderkammer in den Denkräumen für Kulturgeschichte(n), Tel. 0 15 90/8 30 63 66 und dr-wolfs-wunderkammer.de.

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