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Mündener Projekt „Laden auf Zeit“ vor dem Start

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Blick in die Lange Straße in der Mündener Altstadt.
Blick in die Lange Straße: Mit dem Projekt „Laden auf Zeit“ sollen Gründer ihre Geschäftsideen in der Innenstadt ausprobieren können. © Archivbild: Jens Döll

In Hann. Münden sollen Unternehmensgründer ihre neuen Geschäftsideen ohne großes finanzielles Risiko ausprobieren können.

Hann. Münden – Das Projekt „Laden auf Zeit“, das zu innovativen Geschäftsideen für die Innenstadt führen soll, stößt laut Wirtschaftsförderer Tobias Vogeley auf „sehr positive Resonanz“. Er habe 14 konkrete Bewerber, mit denen auch entsprechende Verträge abgeschlossen werden sollen, sobald der Rat dem Vorhaben zustimmt. Die Beratungen dazu finden am Donnerstag statt.

Mit Läden auf Zeit, sogenannten Pop-Up-Stores, sollen Unternehmensgründer mit einem geringen finanziellen Risiko Geschäftsideen in einem Zeitraum von zwei Wochen bis zu zwei Monaten in leer stehenden Geschäftsräumen in der Mündener Fußgängerzone ausprobieren können. Die Miete werde, so Vogeley, stark vergünstigt angeboten. Finanziert wird das Vorhaben im Wesentlichen über das Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ des Landes. Nach Angaben von Vogeley kommen die Interessenten „vorrangig aus dem Bereich Handarbeit“. Zu den Produkten gehörten Gartendeko, selbst genähte Taschen und Rucksäcke, handgefertigte Kleidung und Modeschmuck. „Damit haben sich genau die Menschen gemeldet, die eine Haupt- und Wunschzielgruppe in diesem Projekt sind: nämlich mutige, großteils nebenberuflich tätige Gründerinnen und Gründer, die qualitativ hochwertige und regional erzeugte Produkte in Handarbeit herstellen und diese teilweise direkt im Geschäft produzieren“, so Vogeley. Zudem habe die Ankündigung des Pop-Up-Projektes dazu geführt, dass sich bei ihm auch Interessenten für eine dauerhafte Anmietung von Läden gemeldet hätten. Nach einem zustimmenden Ratsbeschluss werde es ein lokales und regionales Marketing für das Projekt geben, „um noch mehr Interessenten anzulocken“. Das Projekt „Laden auf Zeit“ ist nicht das einzige Vorhaben für die Innenstadt, über das der Rat am Donnerstag mit Blick auf das Förderprogramm beraten will. Das zweite Projekt ist, wie berichtet, ein Online-Stadtführer und das dritte ist ein digitaler Stadtführer per Smartphone.

Die Fördersumme für die drei Projekte liegt bei 185 000 Euro. Der städtische Eigenanteil beträgt zehn Prozent der Fördersumme.

Die Stadt Hann. Münden möchte bis Ende März 2023 ein „Pop-Up-Store“-Projekt mit Läden auf Zeit umsetzen. Hierfür sucht Wirtschaftsförderer Tobias Vogeley (t.vogeley@hann.muenden.de) weitere Interessenten, die ihre Geschäftsidee in der Mündener Fußgängerzone ausprobieren möchten. Sämtliche Informationen und Teilnahmebedingungen sind auf der Homepage der Stadt zu finden unter hann.muenden.de/wirtschaft/laden-auf-zeit

(Von Ekkehard Maaß)

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