Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr zu Gast

Mehr Zuversicht: Aufruf bei Corvinus-Empfang in Hann. Münden

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Weckruf von der Kanzel: Die hannoversche Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr ermunterte die Gäste des Corvinus-Empfangs, als Christen mehr Zuversicht zu zeigen.

Hann. Münden. Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr war Gast beim Corvinus-Empfang des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises. Sie rief die Christen zu mehr Zuversicht auf.

Mit rund 200 Gästen beim 15. Corvinus-Empfang in der St. Blasius-Kirche hat der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Münden am Freitagabend die Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum eröffnet. Vor 500 Jahren schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg. „Wir feiern - feiern Sie mit“, forderte Superintendent Thomas Henning die Gäste auf.

Der Empfang begann mit einer kräftigen Verspätung. Die Referentin des Abends, die neue hannoversche Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr, hatte sich bei der Anreise versehentlich in den falschen Teils des Zuges gesetzt, der in Göttingen geteilt wird. Von Göttingen aus reiste sie Richtung Bebra statt nach Hann.Münden. Doch Thomas Henning stieg kurzentschlossen in sein Auto und holte die Regionalbischöfin vom Bahnhof in Eichenberg ab.

Ging auf das Luther-Jubiläum ein: Thomas Henning, Superintendent des Evangelischen-lutherischen Kirchenkreises Hann. Münden.

„Das ist sicherlich schon 20 Prozent der hier Sitzenden passiert“, nahm er die kleine Panne mit Humor, ebenso die Gäste, die schon mal mit einem Glas anstießen.

Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener, der auch unter den Gästen saß, gehört ebenfalls zu den Pechvögeln. Vor 20 Jahren fuhr er gleich bis Bebra durch.

Passend dazu kam die musikalische Umrahmung des Empfangs vom Kasseler Posaunentrio „Zug um Zug“ mit Martina und Drago Sandor sowie Helmut Schäfer. Welch ein Zufall!

Die Rednerin des Abends jedenfalls ließ sich von dem unfreiwilligen Umweg nicht beeindrucken und fesselte die Zuhörer mit ihrem Weckruf „Mehr Zuversicht! Der Beitrag des Christentums zur Gestaltung der Zukunft…“

Orientierungskrise 

Bei vielen Menschen gebe es in diesen unruhigen Tagen das Grundgefühl „Nichts ist sicher“, sagte sie, vielleicht handele es sich dabei aber eher um eine Orientierungskrise. Sie nannte das Beispiel einer Schule in Berlin, in der alles Christliche gestrichen sei. Fassungslos sei sie gewesen, als ihr ein kleines Mädchen anlässlich eines Laternenumzuges zum Martinstag gesagt habe, sie würden dazu das „Märchen vom tapferen Schneiderlein“ hören und nicht die Martinsgeschichte, des Martins, der seinen Mantel mit dem Armen teilt. „Das ist die Grundgeschichte des Christentums.“ Wenn man diese Geschichte und die vielen anderen nicht den Kindern erzähle, werden dem Mädchen und den Kindern „eine ganze Welt vor der Nase zugeschlagen“.

Zug um Zug: Das Kasseler Posaunentrio mit Martina und Drago Sandor sowie Helmut Schäfer (von links).

Die christliche Haltung müsse man einüben. Großeltern seien dabei „die wichtigsten Mittler für Religion“. Die Welt werde nicht in den Chefetagen verändert. Bahr: „Die Zukunft der Gesellschaft wird von den Kindern aus den Angeln gehoben. Hier wachsen die Menschen heran, die die Welt verändern.“

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