Gelbe Tonne oder Sack?

Landkreis Göttingen: Es bleibt beim Gelben Sack im Raum Hann. Münden

Sack oder Tonne? Für die Entsorgung von Verpackungsmüll gibt es verschiedene Möglichkeiten.
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Sack oder Tonne? Für die Entsorgung von Verpackungsmüll gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Gelbe Tonne oder weiter der Gelbe Sack? Diese Diskussion kommt im Raum Hann. Münden immer wieder auf. Doch an der momentanen Situation ändert sich erst einmal nichts. Das haben unsere Recherchen ergeben.

Altkreis Münden – Es bleibt beim Gelben Sack – zumindest vorerst, wie Ulrich Lottmann, Sprecher des Landkreises Göttingen, auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt. Vor 2025 seien keine Veränderungen bei der Wertstoffentsorgung geplant. Das hänge mit einer vertraglichen Regelung zwischen dem Landkreis und den dualen Systemen in Deutschland sowie der noch laufenden Zusammenführung mit der Abfallwirtschaft des Altkreises Osterode am Harz zusammen.

Diskussion im Internet über Gelbe Tonne und Sack

Wie aus Diskussionen in den sozialen Medien hervorgeht, sind sich die Mündener nicht ganz einig, ob Verpackungsmaterialien aus Plastik weiterhin in den Gelben Säcken entsorgt werden, oder ob bald die Gelbe Tonne kommt. Manche scheinen überzeugt, dass auch in Münden in diesem Jahr die Gelbe Tonne eingeführt wird und wundern sich, dass sie noch einmal Säcke erhalten haben. Im benachbarten Landkreis Kassel sollen alle Gemeinden bis Ende Januar mit einer Gelben Tonne ausgestattet werden, heißt es auf der Internetseite der Abfallentsorgung Kreis Kassel.

Laut Carsten Piassek, Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Staufenberg, sei der Wunsch nach der Einführung einer Gelben Tonne im angrenzenden Staufenberg schon häufig geäußert worden, woraufhin Bürgermeister Bernd Grebenstein diesen an den Landkreis weitergeleitet und sich für die Einführung ausgesprochen habe. Die Tonne bietet im Vergleich zum Sack einige Vorteile: Während die Gelben Säcke oft sehr dünn sind, schon beim Abreißen von der Rolle kaputt gehen und bei Wind leicht durch die Gegend fliegen können, ist die Tonne stabil und standfest.

Beide Systeme haben Vor- und Nachteile

Außerdem werden Tiere nicht so stark angelockt, wie es bei dem Sack der Fall ist, und sie kann sauber außerhalb der Wohnung untergebracht werden. Es entstehen keine zusätzlichen Kunststoffabfälle durch die Säcke und das Stadtbild ist allgemein sauberer. Aber auch einige Nachteile bringt die Tonne mit sich. Einmal ist da ihr begrenztes Volumen, dagegen sind Säcke nahezu unbegrenzt zu bekommen. Außerdem nimmt sie viel Platz weg – egal ob sie leer oder voll ist – und ist neben der Restmüll-, Papier- und Biotonne, die vierte, die untergebracht werden muss.

Nach Angaben von Norbert Völl, Pressesprecher des Dualen Systems Deutschland (Grüner Punkt) birgt die Gelbe Tonne für die Entsorgungsbetriebe ein weiteres Problem: die Fehlbefüllung. Werden Abfälle, die nicht in den gelben Sack beziehungsweise die gelbe Tonne gehören, trotzdem darin entsorgt, entstehen Probleme bei der Weiterverarbeitung. Fehlbefüllungen können im Fall des gelben Sacks durch das transparente Material direkt bei der Abfuhr erkannt werden, was bei der Tonne so nicht möglich ist, so Völl. (Lea-Sophie Mollus)

Was gehört eigentlich alles in Sack und Tonne? 

Streng genommen dürfen nur Verpackungen im Gelben Sack und der Gelben Tonne entsorgt werden: aus Kunststoff, nicht aus Glas oder Papier. Zwar klingt es logisch, auch stoffgleiche Nichtverpackungen, wie zum Beispiel kaputtes Plastikspielzeug, alte Pfannen oder Kleiderbügel im gelben Sack oder der gelben Tonne zu entsorgen – das ist laut Nabu aber nicht vorgesehen. Dafür gibt es in manchen Kommunen die Wertstofftonne, in der neben Verpackungen auch andere Abfälle aus Plastik und Metall entsorgt werden können. 

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