Aktion für Mädchen

Graffiti-Aktion vom Landkreis Göttingen fand auch in Hann. Münden statt

Auch wenn Samira Elhallag die einzige Teilnehmerin des Mündener Street Art Workshops war, hatte sie – nicht zuletzt wegen der tollen äußeren Bedingungen – viel Spaß beim Arbeiten mit den Spraydosen.
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Auch wenn Samira Elhallag die einzige Teilnehmerin des Mündener Street Art Workshops war, hatte sie – nicht zuletzt wegen der tollen äußeren Bedingungen – viel Spaß beim Arbeiten mit den Spraydosen.

Eine Kunstaktion für Mädchen fand im ganzen Landkreis Göttingen statt. Auch in Hann. Münden. Die jungen Frauen konnte Graffiti malen.

Hann. Münden – Die eigene Kreativität auf die Straße bringen und nach dem langen Corona-Lockdown endlich einmal wieder zusammen mit Freundinnen und Gleichgesinnten draußen aktiv sein konnten Mädchen und junge Frauen ab der siebten Klasse bei insgesamt neun Street Art Workshops, die am Samstag im ganzen Landkreis angeboten wurden. Einer davon fand in Hann. Münden im Innenhof des Geschwister-Scholl-Hauses statt.

Landkreis Göttingen: Aktion fand auch in Hann. Münden statt

„Das macht richtig Spaß“, sagt Samira Elhallag, während sie einem von ihr bereits farbenfroh gestalteten Holzbrett mit einer Spraydose noch gelbe Akzente verleiht. Während über ihr die Sonne am Nachmittagshimmel lacht und die Temperaturen erstmals seit langem so etwas wie Sommerstimmung aufkommen lassen, ertönt aus Lautsprechern coole Musik.

Die 18-Jährige Mündenerin, die gerade im Geschwister-Scholl-Haus ihr Bundesfreiwilligenjahr absolviert, versucht sich heute zum ersten Mal an der Graffiti-Kunst. „Ich nutze dieses Angebot auch als eine Art Fortbildung, da ich mir gut vorstellen könnte, Graffiti in meine Arbeit mit Kindern einfließen zu lassen“, sagt sie. Den Workshop nennt sie „eine tolle Sache“ – nicht zuletzt deshalb, weil man draußen sei und nach so langer Zeit endlich mal wieder etwas ungezwungener Spaß haben könne. „Allerdings hätte diese großartige Veranstaltung ein paar mehr Teilnehmerinnen verdient gehabt“, meint Samira Elhallag.

Leider nur eine Teilnehmerin in hann. Münden

Tatsächlich ist sie die Einzige, die am Samstag in Hann. Münden das vom Arbeitskreis Mädchenarbeit der Kinder- und Jugendbüros und den Jugendpflegern im Landkreis Göttingen organisierte Angebot in Anspruch genommen hat. „Wir hatten zehn Anmeldungen, womit unser Workshop ausgebucht war, aber die meisten Mädchen haben es sich dann scheinbar doch anders überlegt“, sagt Elke Steden vom Fachdienst Kinder- und Jugendbüro der Stadt Münden, ohne dabei jedoch enttäuscht zu klingen. „Es war von vornherein ein offenes Angebot für Mädchen ab der siebten Klasse ohne jeden Druck und ohne jeden Zwang“, sagt Steden. „Da haben wir uns schon gefreut, dass sich so viele überhaupt dafür angemeldet hatten.“

Veranstalter: trotzdem ein Erfolg

Dass der Workshop auch stattfinden würde, wenn nur eine Teilnehmerin kommen würde, darauf hatten sich alle Beteiligten geeinigt. „In den vergangenen Monaten ist durch Corona viel ausgefallen, dass wir diesmal niemanden nach Hause schicken wollten“, sagt Stadtjugendpflegerin Martina Betjen.

„Nach einer langen derart schwierigen Zeit mit so vielen Problemen ist es eben schwierig, die Mädchen wieder zu solchen Veranstaltungen zu locken“, meint Helga Steininger vom Kinder- und Jugendbüro des Landkreises Göttingen. Das habe sich etwa in Adelebsen und der Gemeinde Gleichen gezeigt, wo die Veranstaltungen ausgefallen seien. „Dafür waren andere Workshops wie etwa der in Duderstadt komplett ausgebucht“, freut sie sich. „Für uns war es wichtig, überhaupt mal wieder eine derartige Aktion zu starten und in Aktion zu gehen“, betont sie. Und weil die Workshops bei den Teilnehmerinnen so gut angekommen seien, werde es eine zweite Auflage geben. (Per Schröter)

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