Bis 4. April verlängert

Kulturplattform Kulturis zieht Bilanz des Sofa-Festivals

Der Bahnhof in Uslar-Allershausen
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Der Kulturbahnhof in Uslar. Auch dort fanden Veranstaltungen im Zuge des Kulturis-Sofa-Festivals statt. (Archivfoto)

Die Plattform Kulturis will Kulturschaffende in Südniedersachen unterstützen. Es fand das Online Festival „Kluturis-Sofa-Festival“ statt. Der Projektleiter zieht Bilanz

Landkreis Göttingen/Landkreis Northeim – Kultur, bequem vom eigenen Sofa aus. Was unter dem Zwang der Corona-Krise entstand, hat sich nun weiterentwickelt.

Über 70 Veranstaltungen im März

Seit Anfang März bietet die Onlineplattform Kulturis des Landschaftsverbands Südniedersachen ein Programm im Netz an. Die Plattform ist eine Weiterentwicklung von KSiN, die der Landkreis Göttingen im vergangenen Jahr, nach Ausbruch der Pandemie ausgebaut hat.

Seit Anfang März wurde das „Kulturis-Sofa-Festival“ angeboten. Mit dabei waren laut Projektleiter Moritz Steinhauer Kulturschaffende aus dem Gebiet des Landschaftsverbandes der die Landkreise Göttingen, Northeim und Holzminden sowie die Städte Clausthal-Zellerfeld (Landkreis Goslar) und Alfeld (Landkreis Hildesheim) umfasst.

Alle Regionen in Süderniedersachsen abgedeckt

Das Projekt kam nach der ersten Woche so „richtig ins Rollen“. „Am Anfang war die Beteiligung etwas zögerlich, erst gab es ein, zwei Beiträge pro Tag, später dann bis zu fünf.“ Eine große Bandbreite an Künstlern, von in der Region bekannten bis hin zu weniger bekannten, war dabei. Über 70 Beiträge wurden auf der Plattform hochgeladen, viele können weiterhin angesehen werden. „Wir haben uns wegen des großen Zuspruchs entschieden, das Programm noch bis zum 4. April zu verlängern“, so Steinhauer weiter während einer Online-Videokonferenz. In Hann. Münden beteiligte sich zum Beispiel Dr. Wolfs Wunderkammer (wir berichteten) mit einer digitalen Führung durch ihre „Denkräume für Kulturgeschichte(n)“. In Uslar wurde ein Konzert von Dady King & African Culture Group gestreamt und auch das Theater der Nacht in Northeim beteiligte sich an dem Programm mit Beiträgen wie „Lotties Donnerdrommel“.

„Wir sehen uns als Vermittler“

Insgesamt konnten etwa 1900 Besucher gezählt werden, berichtet der Projektleiter weiter. Die Aktion sei „aus der Not geboren worden“, trotzdem könne man mit dem ersten Ergebnis recht zufrieden sein. „Wir hoffen, dass wir durch das Onlinefestival Lust auf persönliches Kennelernen von Kulturschaffenden und Veranstaltungsorten schaffen konnten“, wenn die Entwicklung der Krise dies zulässt.

Es würden immer noch weitere Anfragen von Kulturschaffenden eintreffen, so Steinhauer. Zudem wird eine Mailingliste aufgebaut in der man sich informieren kann. „Wir sehen uns als Vermittler“, sagt Steinhauer. Bis Ende des Jahres soll ein Veranstaltungskalender entwickelt werden. (Jens Döll)

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