Laternenumzug

Die Laterne allein reicht nicht: Polizei Göttingen gibt Tipps für den sicheren Martinsumzug

Laternenumzug: Am Martinstag und den Tagen danach gibt es Umzüge. Vor allem Kinder sollen dabei auf ihre „Sichtbarkeit im Straßenverkehr“ achten.
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Laternenumzug: Am Martinstag und den Tagen danach gibt es Umzüge. Vor allem Kinder sollen dabei auf ihre „Sichtbarkeit im Straßenverkehr“ achten. (Archiv- /Symbolbild)

Bald starten die Martinsumzüge. Doch wie steht es um die Sicherheit. Die Polizei in Göttingen gibt Tipps für Kinder und Eltern.

Altkreis Münden – „Ich gehe mit meiner Laterne“, ist ein bekanntes Lied, das bei Umzügen zu St. Martin gesungen wird.

Am Donnerstag (11.11.2021) wird wieder das kirchliche Fest zu Ehren des heiligen Martins in vielen Orten begangen. Traditionell gibt es dazu an diesem oder den Tagen danach Laternenumzüge, an denen viele Kinder teilnehmen. So zum Beispiel am Freitag, 12.11.2021, in Landwehrhagen.

Damit diese Umzüge für Kinder, Eltern und Autofahrer in der Dämmerung und Dunkelheit auch sicher ablaufen, gibt die Polizeiinspektion Göttingen einige Sicherheitstipps. Diese hat Jörg Arnecke zusammengestellt. Er ist Polizeihauptkommissar und Verkehrssicherheitsberater. Seine Hinweise richten sich an Teilnehmer und deren Eltern, Veranstalter und auch Autofahrer.

Tipps für den Martinsumzug für Teilnehmer

„Sicherheit ist Sichtbarkeit“ schreibt Arnecke. Das gelte vor allem für Kinder. Dafür ist die leuchtende Laterne nicht genug, besonders gut sind reflektierende Kleidungsstücke. Diese nehmen Autofahrer am besten wahr. Dazu heißt es von der Polizei Nordhessen in einem Infoschreiben: „Ein dunkel gekleideter Fußgänger wird in der Dunkelheit von einem Autofahrer erst in rund 25 Meter Entfernung erkannt, ein hell gekleideter Fußgänger bereits in 40 Meter und einen Fußgänger mit reflektierenden Materialien sogar schon in einer Entfernung von etwa 130 bis 160 Metern.“ Kinder schätzen oft die Geschwindigkeit des Verkehrs falsch ein und auch die Abstände. Am besten sei es, die Kinder auf der von der Straße abwandten Seite des Gehwegs laufen zu lassen. Allgemein gilt: „Nutzen Sie beim Laternenumzug möglichst ausschließlich den Gehweg“, so Arnecke.

„Melden sie Ihren Laternenumzug rechtzeitig beim Ordnungsamt Ihrer Kommune an“, heißt es von Polizist Arnecke. Zur Anmeldung gehört die voraussichtliche Teilnehmerzahl und auch den Streckenverlauf. Dabei sind die Verkehrsregelungen der jeweiligen Kommune zu beachten.

Allgemein gelte, so Arnecke, mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren, besonders in der Herbst- und Winterzeit, in der es früh dunkel wird. Bei Kindern müsse der Autofahrer immer damit rechnen, dass sie ohne Grund und plötzlich die Straße betreten. Daher: immer bremsbereit sein. Arnecke bittet darum, Verständnis für kurzfristige Verkehrsbeeinträchtigungen zu haben, zu denen Laternenumzüge führen können. (Jens Döll)

Jörg Arnecke gibt auch Ratschläge, wie sich in der dunklen Jahreszeit Wildunfälle vermeiden lassen.

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