Gegen die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest

Landkreis Göttingen: Schonzeit für Schweine soll in Kürze vom Tisch

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Wildschwein: Damit die Schwarzkittel nicht die Schweinepest verbreiten, sollen sie stärker bejagt werden. 

Altkreis Münden. Der Landkreis Göttingen strebt die Aufhebung der Schonzeit für Schwarzwild zum 1. April an. Jäger könnten dann die hohen Bestände weiter reduzieren. Wildschweine ab zwei Jahren haben seit dem 1. Februar Schonzeit.

Noch gibt es in Deutschland keinen Fall von Afrikanischer Schweinepest, aber die Infektionskrankheit rückt vom Osten her an.

Der Kreistag in Göttingen will in seiner nächsten Sitzung am 7. März über die Aufhebung der Schonzeit abstimmen. Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest hätte nicht nur weitreichende Folgen für die Gesundheit der Wildschweinpopulation und Hausschweinbestände, sondern auch für die landwirtschaftlichen und fleischverarbeitenden Produktionsbetriebe, heißt es in einer Vorlage für den Kreistag.

Bei einer Infektion von Hausschweinbeständen wäre neben der Tierseuchenbekämpfung auch mit umfassenden und großräumigen Handelsbeschränkungen bei lebenden Tieren, deren Fleisch und verarbeiteten Produkten zu rechnen. Angesichts der hohen wirtschaftlichen Schäden bei einem Seuchenausbruch, insbesondere für die Nutztierhaltung, gelte es, dem „Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest in die Wildschweinpopulationen und Hausschweinebestände nachhaltig zu begegnen.“

Da die Wildschweindichte einer Region den Verlauf der Seuche maßgeblich beeinflusse, sei eine Regulierung des Schwarzwildbestandes wichtig. Derzeit haben ältere Sauen bis Ende Juli Schonzeit. Das wäre, so die Einschätzung von Axel Eichendorff, angesichts der drohenden Schweinepest aber von Nachteil.

Der Kreisjägermeister Axel Eichendorff aus Staufenberg-Nienhagen hat aus dem Jahr 2017 noch keine exakten Abschusszahlen, aber er geht von ungefähr 3000 erlegten Wildschweinen im Landkreis Göttingen aus.

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