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Landkreis Göttingen: Wasser in Sporthallen und Schulen bleibt warm

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Von: Jens Döll

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An der Werra-Realschule sind bereits Test eingetroffen.
An der Werra-Realschule wurde die Wärmeerzeugungsanlage erneuert. Das, so der Landkreis Göttingen, soll Energie sparen. (Archivbild) © Lea-Sophie Mollus

Der Landkreis Göttingen spart Energie in Schulen und Sporthallen. Nicht geplant sei bis jetzt, das warme Wasser abzustellen.

Landkreis Göttingen – Nur noch kaltes Wasser aus den Duschen von kreiseigenen Sport- und Schwimmhallen. Das ist im hessischen Lahn-Dill-Kreis Realität, Hintergrund sind Sparmaßnahmen, da die Energiepreise stark gestiegen sind. Etwa 100 000 Euro sollen so im Jahr gespart werden.

Landkreis Göttingen: Maßnahme technisch möglich

Doch könnte dies auch auf den Landkreis Göttingen zukommen? „Die Außerbetriebnahme der Wärmeversorgungsanlagen in den Sportstätten wird derzeit noch geprüft“, heißt es von Landkreissprecherin Andrea Riedel-Elsner.

Technisch wäre eine solche Lösung umsetzbar, allerdings müssten dann intensivere Spülungen vorgenommen werden, um so die Verkeimung des Trinkwassers zu verhindern. Ein Problem wäre allerdings, dass die Einstellung der Warmwasserversorgung über den Sommer dazu führen könnte, dass das Sportangebot beeinträchtigt werden könnte. Darauf habe auch der Kreissportbund Göttingen-Osterode hingewiesen, so Riedel-Elsner weiter.

„Die kreiseigenen Sportstätten stehen zudem auch in den unterrichtsfreien Zeiten unter bestimmten Voraussetzungen den Vereinen zur Verfügung“, schreibt sie. Um Energie zu sparen und somit das Klima zu schonen, ergreift der Landkreis an Schulen und Sporthallen andere Mittel, so die Kreissprecherin weiter. So wurden 2021 1,5 Millionen Euro in die technische Gebäudeausstattung investiert. Dieses Geld kam unter anderem den Wärmeerzeugungsanlagen in der Werra-Realschule in Hann. Münden und der Sporthalle in Gimte zugute. Auch die Anlagen an der KGS Bad Lauterberg wurden erneuert. „Das neu errichtete Modulgebäude der KGS Bad Lauterberg erhielt eine Fotovoltaikanlage. Ebenso wurde ein hoher sechsstelliger Betrag für die Fortführung der Fassadensanierung der BBS I Göttingen und die Dachsanierung der OBS Bad Sachsa aufgewendet“, so Riedel-Elsner.

LED-Beleuchtung und neue Heizungsanlagen

In den Schulen und Sporthallen soll auf LED-Beleuchtung umgestellt werden, da diese energiesparender ist. Zudem, so die Kreissprecherin weiter, werden die Nutzer der Hallen und Schulen dafür sensibilisiert, diese energiesparend zu nutzen.

Klimaanlagen werden nur in Einzelfällen in den Schulen des Kreises genutzt. So in den Serverräumen und in wenigen Unterrichtsräumen. So beispielsweise in der BBS Hann. Münden, „die sich infolge der baulichen Gegebenheiten und der Nutzung in den Sommermonaten extrem stark aufheizen“. (Jens Döll)

Sportler äußern Kritik

Der Landkreis Lahn-Dill hatte mitgeteilt, wegen der stark gestiegenen Energiekosten in den kreiseigenen Turnhallen vom 1. Juni bis zum 18. September die Heizungs- und Warmwasseraufbereitungsanlagen abzuschalten. Neben den Sportvereinen ist auch der Schulsport betroffen. Das führt zu teilweiser massiver Kritik der Sportler. „Ich bin mir nicht sicher, ob dadurch tatsächlich Energie gespart wird“, sagte die Geschäftsführerin des TV Wetzlar, Alisa Schmidt. (mit dpa)

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