Landtagsabgeordneter Schminke (SPD) will Grüne verklagen

Ronald Schminke

Hann. Münden. Nach der Verbrennung einer Puppe: Der Landtagsabgeordnete Ronald Schminke (SPD) will die Grünen Marie Kollenrott und Hartmut Teichmann verklagen.

„Frau Kollenrott und Herr Teichmann haben nicht den Anstand, sich für ihre völlig unhaltbaren Vorwürfe in Bezug auf die ,Aktion Puppenverbrennung an der Weser‘ anständig zu entschuldigen, darum werde ich nach Ablauf der von mir gesetzten Frist nunmehr rechtliche Schritte einleiten“, erklärt Schminke. Ihm fehle in dem öffentlichen Bedauern der Grünen das Wort Entschuldigung.

Schminke: „Was dann nach langem Zögern, unzähligen Mails und eingeschalteten Vermittlern kam, war keine Entschuldigung, sondern eine bodenlose Frechheit.“ Die Grünen begrüßten in ihrer Pressemitteilung, dass Schminke „mittlerweile“ nachdrücklich verdeutlicht habe, dass er sich bereits direkt vor Ort gegen die Aktion ausgesprochen hatte und man bedauerte Missverständnisse und Verletzungen.

„Die Vorstandssprecherin und Mitarbeiterin von Umweltminister Wenzel und der Vorstandssprecher Teichmann haben offensichtlich nicht verstanden, wer hier wem einen Schaden zugefügt hat“, so Schminke: „Ist ihnen egal, dass ihre unhaltbaren Vorwürfe auch im Landespressespiegel veröffentlicht waren?“

Die Situation sei eskaliert, weil die „Verursacher dieser infamen Unterstellungen feige und bösartig abwarten, anstatt sich endlich für ihre falschen Behauptungen zu entschuldigen“. Kollenrott und Teichmann wüssten seit zwei Wochen, „dass mein Verhalten vorbildlich war, aber sie betreiben durch ihre Untätigkeit weiter gezielt Rufmord“.

Bürgerinitiativen hatten am Tag des Weser-Marathons gegen die Salzfracht im Fluss protestiert, dabei war eine Puppe verbrannt worden. Bei dieser Veranstaltung war auch Schminke anwesend. Die Grünen hatten das kritisiert und von fragwürigen Ritualen gesprochen und von Schminke eine Entschuldigung gefordert. Schminke hatte darauf hin erklärt, er habe von der Puppenaktion nichts gewusst. Das bestätigte auch Gabriele Niehaus-Uebel, Sprecherin des „Kantigen Tischs“. Der Angriff auf den Landtagsabgeordneten entbehre jeder Grundlage.

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