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Landtagswahl in Niedersachsen: Lühmann (Grüne) zieht doch noch ein

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Von: Thomas Schlenz, Michael Caspar

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Zog von der Stadt aufs Land: Michael Lühmann, Landtagskandidat für die Grünen, fühlt sich in seiner Wahlheimat Bovenden sehr wohl. Auf unserem
Zog von der Stadt aufs Land: Michael Lühmann, Landtagskandidat für die Grünen, fühlt sich in seiner Wahlheimat Bovenden sehr wohl. (Archivbild) © Hannah Köllen

Grünen-Kandidat Michael Lühmann im Wahlkreis 15 über Liste gewählt. Neben Gerd Hujahn (SPD) könnte er bald das zweite „heimische“ Landtagsmitglied sein. Herbe Verluste erlitt die CDU im Altkreis Münden.

Hann. Münden/Göttingen – Von einem „Herzschlag-Finale“ spricht Michael Lühmann (Grüne). Am Sonntagabend (09.10.2022) um 22.30 Uhr stand fest, dass er es über die Landesliste doch noch knapp in den Landtag schafft – mit 16 Prozent bei den Erststimmen. „Für den ländlichen Raum ist das ein gutes Ergebnis“, freut sich Lühmann.

Landtagswahl in Niedersachsen: Michael Lühmann (Grüne) zieht über Liste ein

„Wir werden in Hann. Münden künftig mehr Präsenz zeigen“, kündigt der Abgeordnete an. Die Grünen planten die Eröffnung eines Büros in der Altstadt. In Hannover will sich Lühmann für Klimaschutz einsetzen, etwa den Bau von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen mit Landesmitteln fördern sowie den Busverkehr stärken.

Gegen die AfD, deren Erstarken „nichts“ mit sozialen Problemen zu tun habe, verspricht der Grüne „klare Kante“. Die rechte Partei hat auch im Altkreis Münden viele Stimmen hinzugewonnen und ist einer der Gewinner der diesjährigen Landtagswahl: So kam die Partei am Sonntag auf 9,87 Prozent der Zweitwählerstimmen, bei der Wahl 2017 hatte sie noch ein Ergebnis von 7,9 Prozent erzielt.

Größter Gewinner bei den Zweitstimmen sind die Grünen. Sie konnten um 5,35 Prozent auf nun 14,55 Prozent zulegen.

Die SPD hat bei der Wahl 2017 im damaligen Wahlkreis 16 42,7 Prozent der Zweitstimmen geholt, bei der Wahl 2022 waren es im neuen Wahlkreis 15 37,45 Prozent (Minus 5,25 Prozent). Die CDU holte 2017 26,6 Prozent der Zweitstimmen und 2022 25,34 Prozent (Minus 1,26 Prozent).

Die FDP verliert 2,78 Prozent und erreicht nun 4,12 Prozent, auch die Partei Die Linke fährt Verluste ein: Sie erringt nur noch 2,75 Prozent der Zweitwählerstimmen und damit 2,25 Prozent weniger als noch 2017. (Thomas Schlenz/Michael Caspar)

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