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Landtagswahl in Niedersachsen: Bis Mittag wenig Andrang in den Wahllokalen im Altkreis Münden

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Von: Michael Caspar, Jens Döll, Kim Henneking

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Das Mündener Wahllokal im Bürgertreff in der Altstadt: Ulrike Braun (von lins), Sydney Rohpeter, Gisbert Klockemeyer und Dr. Birgit Nolte-Schuster.
Das Mündener Wahllokal im Bürgertreff in der Altstadt: Ulrike Braun (von lins), Sydney Rohpeter, Gisbert Klockemeyer und Dr. Birgit Nolte-Schuster. © Henneking, Kim

Knapp 32 000 Menschen waren im Altkreis Münden zum Wählen aufgerufen. Bis Mittag war in den drei besuchten Wahllokalen im Altkreis Münden nicht viel Andrang. Viele wählten aber auch per Brief.

Altkreis Münden – Etwa 32 000 Wahlberechtigte waren in Hann. Münden, Staufenberg und der Samtgemeinde Dransfeld, am Sonntag (09.10.2022) aufgerufen, ihre Stimmen zur Landtagswahl abzugeben. Bis zum Nachmittag herrschte allerdings noch kein großer Andrang.

Hann. Münden: 25 Wahlbezirke in der Dreiflüssestadt

25 Wahlbezirke gab es in Hann. Münden, inklusive der Ortsteile. Der Bürgertreff an der Ziegelstraße in der Innenstadt war das Wahlbüro Altstadt I im Wahlbezirk I. Von 8 bis 18 Uhr waren am Sonntag die Wahllokale für die niedersächsische Landtagswahl geöffnet.

Am Nachmittag saßen dort Ulrike Braun, Sydney Rohpeter, Gisbert Klockemeyer und Dr. Birgit Nolte-Schuster. Die Wahlhelfer begrüßten die Bürger, kontrollierten die Wahlunterlagen und händigten die Wahlzettel aus. Dann gingen die Bürger in die Wahlkabine und warfen ihren Zettel in die Urne – ein Besuch im Wahllokal dauerte nur wenige Minuten.

Gisbert Klockemeyer war bereits zum 30. Mal Helfer bei einer Wahl. „Das ist für mich ein Dienst an der Demokratie“, erklärte er sein Engagement. Als Auszubildender sei er erstmals angesprochen worden und habe sich seitdem freiwillig gemeldet. Für Sydney Rohpeter ist es das erste Mal. „Meine Mutter hat mich dafür angemeldet“, erzählte er lachend. Er wolle sich ansehen, wie eine Wahl funktioniert, und finde es bisher „ziemlich interessant“. Für Ulrike Braun als städtische Angestellte war die Aufgabe selbstverständlich, auch sie war schon mehrmals dabei. Und Ratsfrau Dr. Birgit Nolte-Schuster war das zweite Mal Helferin, seitdem sie in Hann. Münden wohnt. Um 15.20 Uhr hatten 33 Prozent der 769 Wahlberechtigten im Wahlbüro Altstadt I ihre Stimmen abgegeben.

Staufenberg: In Uschlag bis Mittag knapp 30 Prozent Wahlbeteiligung

Wenig Andrang gab es in Uschlag in der Grundschule, die die beiden Wahllokale des Staufenberger Ortsteil beheimatete. Bis 15 Uhr hatten gerade einmal 28,5 Prozent der Stimmberechtigten im Wahlbüro Uschlag 1 ihre Stimmen abgegeben. Das berichtete Wahlleiter Manfred Gebert. Im vergangenen Jahr, bei der Kommunalwahl, seien es mehr gewesen, hieß es weiter. Auch einen Raum weiter, im Wahlbüro Uschlag 2, war von Schlangen vor der Wahlurne keine Spur.

Wahllokal Uschlag 2: Bis zum Nachmittag hatten dort nur 30 Prozent ihre Stimme abgegeben.  
Wahllokal Uschlag 2: Bis zum Nachmittag hatten dort nur 30 Prozent ihre Stimme abgegeben.   © Jens Döll

Dort hatten bis 15 Uhr etwa 30 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, Luft nach oben sei noch viel. „Das ist sehr schade“, heißt es von einer Wahlhelferin. In Uschlag gebe es etwa 1000 Wahlberechtigte, in der Gemeinde Staufenberg waren es gestern knapp 6300.

Dransfeld: „Nach dem Sonntagsspaziergang werden sicher noch einmal viele kommen“

Vielleicht lag es am herrlichen Oktoberwetter, das am Sonntag um 15.30 Uhr – zweieinhalb Stunden nach Öffnung des Wahllokals in der Turnhalle am Bleichanger – erst ein gutes Drittel der 660 Wahlberechtigten aus Dransfelds Altstadt ihre Stimme abgegeben hatten. Die vier Wahlhelfer, alle schon seit Jahren dabei, machten es sich bei selbst gebackenem Kuchen und mitgebrachtem Kaffee gemütlich, nutzten die Zeit, um sich zu unterhalten. Alle kannten sich vom Sehen.

Taten in der Turnhalle Bleichanger Dienst: Dransfelder Wahlhelfer.
Taten in der Turnhalle Bleichanger Dienst: Dransfelder Wahlhelfer. © Michael Caspar

Eine Bürgerpflicht sei es, ein solches Ehrenamt auszuüben, betonten die vier. Auf die Idee, es abzulehnen, war keiner von ihnen gekommen.

„Ich habe allerdings gebeten, den Dienst nicht in Göttingen, sondern in meiner Heimatgemeinde ausüben zu dürfen“, sagte eine Mitarbeiterin des Landkreises. „Nach dem Sonntagsspaziergang werden sicher noch einmal viele kommen“, erwarteten die Helfer. (Kim Henneking/Jens Döll/Michael Caspar)

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