13.000 Fotos aus 3 Reisen

Lars Bücker aus Hedemünden hat in Afrika fotografiert

Lars Bücker zeigt Kameraausstattung. Im Hintergrund viele Bilder aus Afrika.
+
Lars Bücker hat auf Afrikareisen viele Fotos gemacht

Lars Bücker aus Hedemünden ist drei Mal nach Afrika gereist und hat tausende Fotos mit nach Hause gebracht. Im Gespräch mit der HNA berichtet er von seinen Eindrücken.

„Afrika hat in mir einiges verändert“, erzählt Lars Bücker aus Hedemünden, nach seiner dritten Afrikareise. Er lebe bewusster und zufriedener nach den Begegnungen mit den Menschen und der Landschaft mit den Tieren. Es scheine, als sei dort die Zeit stehen geblieben. „Die Menschen besitzen nur das Nötigste, haben kein Hab und Gut und sind trotzdem zufrieden, freundlich, lächeln und sind sehr gastfreundlich“, berichtet Bücker.

2001 hat Lars Bücker von seiner Abfindung der Bundeswehr eine Afrikareise mit dreitägiger Safari nach Kenia unternommen. Vor drei Jahren führte die Hochzeitsreise mit seiner Frau Heike ebenfalls nach Kenia mit einwöchiger Safari. Und im Oktober des Vorjahres unternahm Lars Bücker mit seinem Vater Werner Bücker einen Trip mit Safari nach Tansania. Bei allen drei Reisen hatte das Fotografieren hohe Priorität.

Am Wasserloch: Zebras im Tarangire Nationalpark in Tansania.

Den Fotomotiven waren keine Grenzen gesetzt. Trotzdem war für Bücker jedes Foto eine Herausforderung, denn oft wollten die Tiere nicht so, wie er es gerne gehabt hätte. Für ihn war es wichtig, mit manueller Einstellung zu fotografieren und das vorhandene Licht zu nutzen. Die Fotos am Computer nachzuarbeiten würde verfälschen. Bei den drei Reisen sind fast 13 000 Fotos entstanden, unter denen er die besten ausgewählt hat und auch noch auswählen muss.

Begegnungen in Kenia und Tansania

Die Menschen lebten dort überwiegend vom Tourismus. „Wir hatten immer gute Guides, die uns mit den Autos auch außerhalb der Touristengebiete die Schönheiten Kenias und Tansanias nahe gebracht haben“, schildert Bücker. Mit den Touristenführern und den Familien hat er immer noch Kontakt per WhatsApp und E-Mail.

„Es war immer wieder spannend, dass man morgens beim abfahren nicht wusste, was einen tagsüber erwartet“, erzählt der Hedemündener, der mit seiner Frau eine Kita leitet. Spannend war es im Naturschutzgebiet Massai Mara in Kenia an der tansanischen Grenze. Teilweise herrschten 40 Grad im Schatten. Das kenianische Naturschutzgebiet ist Teil der Serengeti und schließt sich nördlich an den Serengeti-Nationalpark in Tansania an. In Masai Mara befinden sich auch die Dörfer von Masai-Stämmen.

Zwei Elefantenbrüder rangeln freundschaftlich miteinander in der Massai Mara.

Bevor man so ein Dorf betreten darf, müssen bestimmte Rituale eingehalten werden. So muss man beispielsweise um Einlass bitten. Nach Darstellung von Bücker sei der Besuch dort sehr beeindruckend gewesen. „Der Stammesälteste fragte meinen Vater wie viele Frauen er denn hätte. Als er antwortete, dass er eine Frau hat, war der Massai sehr erstaunt, denn er selber hat zehn“.

Ranger schützen Touristen auf Safari

Es gibt spektakuläre Erlebnisse, die Lars Bücker nie vergessen wird. So faszinierte ihn eine Schlange in einer Kaffeeplantage. Er wollte sie unbedingt fotografieren und wagte sich recht dicht an das Reptil. Hinterher erfuhr er, dass es sich um eine schwarze Mamba, die längste Giftschlange Afrikas, gehandelt hat. „Da wurde mir doch ganz anders“, meinte er.

Nervenkitzel pur war das Fotografieren von Flusspferden. Eigens zum Schutz für den Touristenführer und die Bückers begleitete ein Ranger mit Waffe die Gruppe. „Als sich dann die Flusspferde ganz in unserer Nähe aufhielten, wurde uns doch ein wenig mulmig“, erinnert sich Bücker. Übernachtet haben die Safariteilnehmer in Stelzenhäusern, um sicher vor wilden Tieren zu sein. „Als wir dann eines Nachts von lautem Löwengebrüll wach wurden, war es schon angsteinflößend, denn der Löwe befand sich direkt unter dem Haus“, so Bücker.

Auf die Frage, wo seine nächste Fotoreise hingeht, antwortete er, dass er in Lettland gerne mal ein Versteck mieten möchte, um Bären und Wölfe zu fotografieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.