Comedy-Show

Lars Redlich tritt im Welfenschloss auf

Lars Redlich mit Gitarre
+
Lars Redlich ist Musical-Darsteller und unterhält mit seiner Comedy-Show „Ein bisschen Lars muss sein“.

Mit seiner Show „Ein bisschen Lars muss sein“ war der Musiker und Comedian Lars Redlich am Mittwoch, 29.12.2021, zu Gast beim Mündener Kulturring in Welfenschloss Hann. Münden.

Hann. Münden – Sekt, Selters oder Siri? Die obligatorischen Prickelwässerchen gab es beim Auftritt von Musik-Comedian Lars Redlich im Rittersaal des Welfenschlosses nicht, dafür aber die elektronische Stimme aus dem Apple-Universum als gnadenlose Assistentin des Berliners bei seinem inzwischen zweiten Gastspiel in Hann. Münden. Titel des Abends: „Ein bisschen Lars muss sein.“

Rund 150 Zuschauer waren begeistert von dem ausgebildeten Musical-Darsteller. Nicht nur sie dürfen sich unterdessen auf den dritten Auftritt von Lars Redlich freuen. Denn den wird es im Dezember 2023 geben, kündigte die Vorsitzende des Mündener Kulturrings, Brunhilde Ulbricht, an. Sie freute sich, dass trotz der Corona-Auflagen so viele Gäste zum Jahresabschluss den Weg in den dritten Stock des Schlosses gefunden hatten.

Allerdings mussten sie wegen der Pandemie auf ihren Sitzen Masken tragen und auf die sprudelnden Erfrischungen und einen angeregten Plausch in der Pause mussten sie ebenfalls verzichten. Dafür genossen sie die rasante Nummern-Show als Kick-Down ins neue Jahr: Einmal für zwei Stunden abschalten und sich amüsieren.

Siri übernahm dabei mit ihren Kommentaren zu den Stücken von Lars Redlich die Aufgabe des „roten Fadens“ - eine hübsche Idee, sonst hätte es keine Verbindung zwischen den Themen gegeben. Wie auch. Denn der Comedian und exzellente Gitarrist, Pianist und Sänger spannte den Bogen sehr weit: Unter anderen ging es um Corona, Eintagsfliegen, die Nöte junger Männer bei der Paarfindung, die Vereinsamung getrennter Socken, James Bond und Smartphone-Auswüchse. Akademisch wurde der Comedian schließlich bei einem Ausflug auf die frühere Party-Hochburg Mallorca. Bei seiner Stippvisite auf dem Ballermann entdeckte er bei Mickie Krauses „Zehn nackte Friseusen“ sogar feministische Züge – streng wissenschaftlich natürlich.

Zur Hochform lief Redlich bei den Zugaben auf. Die Herzen der Zuschauer öffneten sich noch mehr und begeistert „gingen“ sie mit, als er auf Zuruf bekannte Hits aus den vergangenen Jahrzehnten auf dem Klavier anspielte und -stimmte. Da schwelgte das Publikum in Erinnerungen, klatschte und sang lautstark mit, so unter anderen bei „Mit 66 Jahren“, der „Soldatenversion“ – so Redlich – von „Du hast den Farbfilm vergessen“ und unvergessenen Queen-Hits. Da braucht man keinen Sekt, um gut ins neue Jahr zu rutschen.

Von Hans-Peter Niesen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.