Weltgebetstag: Lebensfreude, aber auch bittere Armut

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Weltgebetstag in Uschlags Kirche: Claudia Leidig, Monika Gerke und Kerstin Halldorn (von links) spielten Touristinnen, die ihre Urlaubserinnerungen mit den Gottesdienstbesuchern teilten. Die kubanische Flagge schmückte die Kanzel.

Uschlag/Hann.Münden/Dransfeld. Den Menschen in Kuba war der Weltgebetstag gewidmet, an den Kirchengemeinden im Altkreis am Freitagabend in Gottesdiensten aufmerksam machten.

Zitronenlimonade und Kokosgebäck, Süßkartoffelkuchen und schwarzer, süßer Kaffee. Dazu fröhliche und temperamentvolle Gitarrenmusik. Die Gottesdienstordnung des Weltgebetstages, der am Freitagabend auch in Uschlag gefeiert wurde, haben in diesem Jahr Frauen aus Kuba ausgearbeitet. Das Land, seine Kultur und vor allem die Menschen standen im Mittelpunkt der Veranstaltungen rund um den Weltgebetstag.

Das Motto lautete „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ und machte bereits deutlich, was im Laufe des Gottesdienstes immer wieder betont wurde: „Kinder sind Kubas größter Schatz“.

Aus Uschlag hatte sich ein Team von neun Frauen zusammengefunden, das den Weltgebetstag stellvertretend für die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Benterode, Nieste und Escherode vorbereitete. Zuerst waren alle zum Willlkommens-Café in der Kirche eingeladen. Jeder Besucher erhielt eine aus Pappe gebastelte Blume, einen Schmetterlingsjasmin, die Nationalblume Kubas, die an der Kleidung oder im Haar getragen werden konnte.

Bilder des kubanischen Alltags wurden auf der Leinwand gezeigt, und die kubanische Flagge schmückte die Kanzel. Den Gottesdienst gestaltete das Team lebendig. Texte wurden nicht nur vorgelesen, sondern die Frauen verliehen ihnen in Rollenspielen Tiefe. Die Gottesdienstbesucher waren so in der Lage, sich in die Erzählungen hineinzudenken. Sie erfuhren vom Humor der Kubaner, von ihrer Offenheit, Fröhlichkeit und Geselligkeit aber auch von den oft ärmlichen Wohnverhältnissen, fast täglichen Stromausfällen und dem unerfüllten Versprechen der Geschlechtergerechtigkeit. Musikalisch begleitete die Kirchenband aus Uschlag den Gottesdienst in dem auch kubanische Lieder in der Landessprache gesungen wurden. Auch das Kindergottesdienst-Team widmete sich dem Thema Kuba.

Hann.Münden

Leckeres Essen aus Kuba, darunter Geflügelpfanne, hatten im Pfarrheim der katholischen St. Elisabeth-Gemeinde in der Böttcherstraße in Hann. Münden 18 Köchinnen zubereitet; es waren Frauen der St. Elisabeth-Gemeinde, der evangelisch-lutherischen Gemeinde und der reformierten Gemeinde. Auftakt war ein ökumenischer Gottesdienst, bei der Kollekte kamen 500 Euro für Kuba zusammen.

Dransfeld

In Dransfelds Gemeindesaal begrüßten sich die Besucher nach kubanischem Brauch - mit einem „Buenas noches“ die Hand zu geben, sich zu umarmen oder ein Kuss auf die Wange zu geben. Die Gäste sangen zur Musik der Gitarrengruppe Niemetal-Bühren kubanische Lieder mit auf Deutsch übersetzten deutschen Texten.

Von Wiebke Huck

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