Lernen als Naturerlebnis im Waldpädagogikzentrum

In der Honigfabrik: Kinder lernen am Waldpädagogikzentrum die Imkerei kennen. Foto: WPZ/nh

Hann. Münden. Sie lernen den Wald als Arbeitsplatz kennen und Holz als Werkstoff, sie pflanzen, bauen und erkunden:

1500 Gäste verzeichnet das Waldpädagogikzentrum (WPZ) Göttingen, Haus Steinberg, der Niedersächsischen Landesforsten in Hann. Münden im Jahr. Vorwiegend Schulklassen, aber auch immer mehr private Gruppen nutzen das Angebot, das mit vier frisch zertifizierten Waldpädagogen jetzt noch abwechslungsreicher gestaltet werden kann.

Ulrike Zander-Platner und Nelli Lamm vom Verein für Waldpädagogik Libellula sowie Stephan Wenzig und Jörg Winneknecht, Forstwirte beim WPZ, haben sich schulen lassen. Die Niedersächsischen Landesforsten arbeiten bei dieser Ausbildung mit der Akademie für Naturschutz des Landes Niedersachsen zusammen. In mehreren Seminarblöcken über ein halbes Jahr verteilt wurden die vier ausgebildet in den Bereichen Jagd, Pädagogik und Waldbau. Sie mussten Hausarbeiten schreiben, zielgruppengerecht Referate verfassen und am Ende eine Prüfung ablegen.

Das Ganze sei ein bundesweit abgestimmtes Programm, erläutern Jennifer Sechtling, Leiterin des WPZ, und der Mündener Forstamtsleiter Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst. So wird ein bestimmtes Niveau garantiert. Das wiederum verlangen die Landesforsten von ihren Kooperationspartnern. Und das sind WPZ und Libellula inzwischen per Vertrag: Sie arbeiten bei ihren Bildungsangeboten eng zusammen. So können zum Beispiel Grundschulklassen im WPZ logieren und das Programm im Mittelalterdorf Steinrode, das der Verein betreibt, wahrnehmen.

Früher seien die Kinder im Steinberghaus untergekommen, so Dr. Christian Platner, Vorsitzender des Vereins Libellula. Doch das ist geschlossen. Die Kooperation bietet nun die Alternative. Die sei als Gesamtpaket buchbar über die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und zuschussfähig - das heißt, die Fahrten werden für die Klassen günstiger.

Zusammen mit Jennifer Sechtling, die ebenfalls zertifizierte Waldpädagigin ist, und weiteren Waldpädagogen vom Regionalen Umweltbildungszentrum der Landesforsten in Reinhausen verfüge man nun über einen flexibel einsetzbaren Pool von ausgebildeten Frauen und Männern.

Und die sind sehr gefragt. Wer für seine Klasse noch einen Aufenthalt ergattern will, sollte sich sputen: Die Saison im WPZ beginnt am 9. März. Über Ostern und Ende April seien noch einige Brückentermine frei, so Sechtling. Kürzere Aufenthalte könne man noch unterbringen. Die Jugendwaldeinsätze, die mindestens eine Woche dauern, sind aber meist schon weit im voraus vergeben. „Anfragen haben wir bis 2017“.

Etwa drei Viertel der Belegung machten die Jugendwaldeinsätze aus, rund ein Viertel die Erlebnis- und Projektklassenfahrten. Darüberhinaus gibt es Tages- und Halbtagsangebote, sodass vom Kindergeburtstag bis zum Betriebsausflug auch private Feiern im WPZ gestaltet werden können.

Das Waldpädagogikzentrum Göttingen- Haus Steinberg hat die Postanschrift Kohlenstraße 101, 34346 Hann. Münden. Interessierte können sich im Internet bei den Niedersächsischen Landesforsten unter www.wpz-goettingen-steinberg.de oder telefonisch unter 05543/ 36 86 bei Jennifer Sechtling über das Angebot dort informieren. (tns)

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