Bis nach Solferino

DRK-Aktion: Fackellauf macht Station im Raum Hann. Münden

Gudrun Surup übergab die Fackel an Hanna Schelp (zweite von rechts). Patricia Koppitz (von links), Paul Sperling und Kita-Leiterin Jacqueline Hinz waren mit dabei.
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Gudrun Surup übergab die Fackel an Hanna Schelp (zweite von rechts). Patricia Koppitz (von links), Paul Sperling und Kita-Leiterin Jacqueline Hinz waren mit dabei.

Das Licht der Hoffnung wird von DRK-Verband zu DRK-Verband gegeben. Dieses Jahr machte die Aktion Station im Raum Hann. Münden.

Volkmarshausen – „Als Henry Dunant im Jahr 1859 durch die Eindrücke der Schlacht von Solferino die Idee des Roten Kreuzes entwickelte, ahnten weder er noch seine Zeitgenossen, dass es mehr als 160 Jahre danach eine Organisation gibt, die weltweit für Frieden und Neutralität steht“. Mit dieser Erinnerung übergab Gudrun Surup, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Schedetal und Ortsbürgermeisterin von Volkmarshausen, eine Fackel an Hanna Schelp und Paul Sperling vom Jugendrotkreuz Schedetal.

Fackel wurde nach Hessen weitergegeben

Sie brachten die Fackel nach Staufenberg, wo sie am gleichen Tag an der hessisch-niedersächischen Landesgrenze in Uschlag an die Rotkreuzler in Hessen weitergegeben wurde.

Seit dem 8. Mai, dem Weltrotkreuz-Tag, wird eine Ölfackel von Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes quer durch Deutschland transportiert, bis das Österreichische Rote Kreuz diese übernimmt und sie an das Italienische Rote Kreuz übergeben wird. Zielpunkt der Aktion ist Solferino in Norditalien. Die Fackel symbolisiert den Neustart nach der Pandemie. Dabei steht das Licht auch dafür, gemeinsam selbst schwere Krisen durchzustehen.

Seit dem Jahr 1992 wird eine Fackel, das Licht der Hoffnung, als Symbol für Frieden, Humanität und Zusammenhalt durch Deutschland getragen und vor allem durch die Ehrenamtlichen als Zeichen der Verbundenheit von einer Rotkreuz-Vereinigung zur nächsten gebracht. „Es ist das erste Mal, dass es in Südniedersachsen und somit in Hann. Münden gastiert und hier weitergereicht wird“, machte Surup deutlich.

Pandemiebedingt fiel der Fackellauf 2020 aus

Pandemiebedingt habe der Staffellauf 2020 nicht stattgefunden, umso wichtiger sei das Signal in diesem Jahr für die zahlreichen Haupt- und Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes. Gudrun Surup betonte, dass die Pandemie gezeigt habe, dass Gemeinschaft und Zusammenhalt das Wichtigste ist, um auch schlimme Zeiten zu durchleben und zu überwinden.

In der Pandemie waren die DRK-Hauptamtlichen und -Ehrenamtlichen an zahlreichen Aktionen maßgeblich beteiligt. Für den Ortsverein Schedetal waren das unter anderem Impfaktionen und Blutspende-Aktionen, die wegen der Corona-Krise neu organisiert werden mussten.

„Es ist für den Ortsverein Schedetal eine große Ehre, dass wir das Licht weitergeben können an einem Ort, wo fast 50 Jahre ehrenamtliche Rotkreuzarbeit in Form von Kinder- und Seniorenarbeit geleistet wird. Sie sieht es als optimal, dass sich die Kita direkt neben der Dorfgemeinschaftsanlage (DGA) befindet, wo in anderen Zeiten die Seniorenaktionen stattfinden. (Petra Siebert)

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