Weltmarkt leergefegt

Weniger Ware zum Fest: Lieferengpässe treffen auch Händler in Hann. Münden

Es wird weihnachtlich: Julia Chwoika, Inhaberin von Herz über Kopf in Hann. Münden, hat schon erste Winterware erhalten. Zu Lieferengpässen kommt es nur bei einzelnen Produkten, berichtet die Händlerin.
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Es wird weihnachtlich: Julia Chwoika, Inhaberin von Herz über Kopf in Hann. Münden, hat schon erste Winterware erhalten. Zu Lieferengpässen kommt es nur bei einzelnen Produkten, berichtet die Händlerin.

Das Thema Rohstoffknappheit auf dem Weltmarkt trifft auch Einzelhändler in Hann. Münden. Manche betrifft es mehr, andere weniger. Wir haben nachgefragt.

Hann. Münden – Die Coronapandemie hat weltweit zu Lieferverzögerungen und Rohstoffmangel geführt. Das sorgt auch im regionalen Einzelhandel teils für Warenknappheit, wie Händler in Hann. Münden berichten.

Besonders stark ist das Elektro-, Sanitär- und Heizungsgeschäft Gebrüder Spanholtz am Markt betroffen, berichtet Fachverkäufer Siggi Kaplan. Lieferengpässe gebe es insbesondere bei großen Haushaltsgeräten. Anstatt der gewohnten Lieferzeit von wenigen Tagen müssten die Kunden nun mit mehreren Wochen rechnen.

Hann. Münden: Manche Einzelhändler leiden unter der Rohstoffknappheit

Die Preise für das Geschäft seien während der Pandemie extrem gestiegen, zwei Zulieferer hätten schließen müssen. In Fachkreisen rechne man damit, dass sich die Situation nicht vor Ende 2022 ändere. Auch Julia Chwoika, Inhaberin des Geschäfts „Herz über Kopf“ in der Burgstraße, muss hin und wieder Kunden vertrösten. Sie bietet Kleidung, Deko- und Geschenkartikel an, einige Weihnachtswaren liegen schon aus. Seit Beginn der Pandemie haben einzelne Firmen Lieferschwierigkeiten, sagt die Händlerin. Beispielsweise sei die Sommerkleidung erst im Herbst geliefert worden und müsse nun bis zur nächsten Saison eingelagert werden. Auch Porzellan komme verspätet an.

Bei Spielwaren Hendrich wurde die Ware für den Weihnachtsverkauf bereits früh geordert und das meiste ist bereits eingetroffen, sagt Verkäuferin Jessica Riddell. Auf das, was nicht ankomme, könne sie verzichten. Schwierigkeiten bestünden vor allem bei Kunststoffen, weshalb Aufträge von Herstellern gestrichen würden, die Plastikspielzeug anbieten.

„Viele Kunden werden aber die angespannte Lage nicht zwangsläufig zu spüren bekommen“

Wenig dramatisch steht es hingegen um die Buchbranche, wie Julia Erlen von der Buchhandlung Winnemuth erzählt. Ebenso wenig ist das CD-Geschäft von Klaus-Werner Kirbach in der Marktstraße betroffen.

Aufgrund der weltweiten Knappheit sei bei gefragten Konsumgütern mit einer Preissteigerung im Weihnachtsgeschäft zu rechnen, so die Einschätzung von Tobias Vogeley, Wirtschaftsförderer der Stadt Hann. Münden. „Viele Kunden werden aber die angespannte Lage nicht zwangsläufig zu spüren bekommen.“ (Kim Henneking/Adriana Strehl)

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