Linke: Höhe der Windräder begrenzen

Dransfeld. Ulrich Maschke, Ratsherr der Linken im Rat der Samtgemeinde Dransfeld, wirft der Verwaltung Verfahrensfehler und Intransparenz bei der Aufstellung des Flächennutzungsplanes vor.

Einwände seien ignoriert und Gefahren beiseite gewischt worden. Etwa die Schattenwurf-Problematik: Bei Anlagen, die 200 Meter und höher sind, könne der Schattenwurf die nächste Wohnbebauung treffen. Wie berichtet, hatte die Samtgemeinde ihren Entwurf des Flächennutzungsplanes zurückgezogen, nachdem der Kreis als Genehmigungsbehörde angekündigt hatte, den Plan nicht zu genehmigen. Knackpunkt war die Höhenbegrenzung künftiger Windkraftanlagen zwischen Bördel und Jühnde auf 185 Meter.

Der Landkreis beurteilte die Begründung für diese Einschränkung als nicht ausreichend. Die Samtgemeinde hatte sich auf eine Beeinträchtigung der Natur und des Landschaftsbildes berufen. Für die Linke ist aber der Schattenwurf ein gewichtiges Argument, da damit auf dem Hägerhof und in Bördel gerechnet werden müsse. Sie beantragt daher, die Höhenbegrenzung im Flächennutzungsplan zu belassen und den Schattenwurf in die Begründung einzubeziehen. Das Verfahren müsse neu eröffnen werden, so Maschke, „jetzt ist noch Zeit, die Reißleine zu ziehen und Fehler zu korrigieren.“

Das Thema wird in der Sitzung des Bauausschusses kommenden Montag, 18 Uhr, Stadthalle Dransfeld, diskutiert. In der Beschlussvorlage der Verwaltung schlägt diese vor, die Höhenbegrenzung aus dem Planentwurf herauszunehmen, nachzulesen auf www.dransfeld.de im Ratsinformationssystem. Der neue Entwurf des Flächennutzungsplanes soll ab dem 6. Januar öffentlich ausgelegt werden.

Darüber hinaus hat die Linke Fragen - etwa, welche Auswirkungen der Schattenschlag für die Bevölkerung hat und wie eine Höhenbegrenzung begründet werden muss, damit sie genehmigt wird. (tns)

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