Gemeinde Staufenberg muss handeln

Mängel festgestellt: Gerätehaus muss bis 2021 auf neuestem Stand sein

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Das Feuerwehrgerätehauses der Stützpunktfeuerwehr Landwehrhagen soll laut der Feuerwehrunfallkasse erhebliche Mängel haben.

Landwehrhagen -  Eines der Topthemen bei der Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt, Verkehr und Feuerwehr des Staufenberger Gemeinderates am Dienstagabend war der Bericht der Feuerwehrunfallkasse Niedersachsen das Feuerwehrgerätehauses der Stützpunktfeuerwehr Landwehrhagen betreffend: daran wäre einiges zu verbessern. 

Bereits 2013 gab es eine Überprüfung durch die Feuerwehrunfallkasse (FUK) Niedersachsen. Der Bericht hat es allerdings nie bis ins Staufenberger Rathaus geschafft. „Vielleicht ist er auf dem Postweg verloren gegangen“, mutmaßt Jochen Köpfer, Geschäftsbereichsleiter Prävention bei der FUK. Im November des vergangenen Jahres gab es eine erneute Begehung des Feuerwehrgerätehauses der Stützpunktfeuerwehr Landwehrhagen. Die Gefährdungsbeurteilung der Feuerwehrunfallkasse Niedersachsen trug Jochen Köpfer am Dienstagabend im Rathaus vor. Dabei wurde deutlich, dass die FUK erhebliche Mängel festgestellt hat und eine ganze Reihe von Anforderungen an ein neues Gebäude stellt, dessen Bau zusammen mit dem Kauf eines passenden Grundstücks und der Erschließung rund 2,5 Millionen Euro kosten würde.

Für den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses und die damit verbundene Behebung der Mängel stellte Köpfer der Gemeinde eine Frist bis Ende 2021. Danach müsse die Gemeinde mit der Schließung des Feuerwehrhauses rechnen, wenn die Mängel nicht behoben seien.

„Mit den nunmehr vorliegenden Fakten wird mit der Umsetzungsplanung zügig begonnen“, verspricht Bürgermeister Bernd Grebenstein. „Neben der Herbeiführung der notwendigen politischen Entscheidungen wird es mein Bestreben sein, die für das Gemeindekommando und das Ortskommando Landwehrhagen zuständigen hauptverantwortlichen Kameradinnen und Kameraden in der Feuerwehr aktiv einzubinden“, so der Bürgermeister weiter.

Nur gemeinsam könne man dieses Großprojekt erfolgreich gestalten und meistern. Sowohl die Stellplatzgröße als auch der unzureichende Umkleideraum wurden von dem Geschäftsbereichsleiter kritisiert. Die Umkleiden seien nicht nur zu klein: Da sie sich in der Fahrzeughalle befinden, sei es außerdem unmöglich, konstant die vorgegebene Raumtemperatur für Umkleideräume von 22 Grad sicherzustellen, so Köpfer. Er kritisierte außerdem, dass es nur einen Zugang zum Feuerwehrgerätehaus gibt, die Verkehrswege und Durchfahrten nicht sicher und die Anzahl der vorhandenen Parkplätze deutlich zu klein seien.

„Diese vorhandenen gravierenden Sicherheitsdefizite können nur durch bauliche Maßnahmen beseitigt werden, die auf der aktuellen Liegenschaft nicht möglich sind“, so Jochen Köpfer abschließend. Denn um einen sicherheitstechnisch ausreichenden Zustand zu erreichen, müssten unter anderem die Fahrzeughalle erweitert, ein weiterer Stellplatz angebaut, ein Lagerraum und Umkleideräume geschaffen werden sowie Toiletten und Duschen für Frauen und Männer. 

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