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Mäusegehirn und Pickelhaube: Zoll kontrollierte kuriose Ware aus dem Vereinigten Königreich in Staufenberg

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Von: Thomas Schlenz

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Eine Zollbeamtin bei der Überprüfung einer Sendung aus dem Vereinigten Königreich.
Eine Zollbeamtin bei der Überprüfung einer Sendung aus dem Vereinigten Königreich. © Zoll

Bei einer gemeinsamen Kontrolle des Zollamtes und der Kontrolleinheit Verkehrswege Göttingen wurden 824 Sendungen aus dem Vereinigten Königreich kontrolliert. Dabei seien einige Kuriositäten zutage gekommen.

Staufenberg – Beamte des Zollamtes Göttingen und der Kontrolleinheit Verkehrswege Göttingen haben am Dienstag in einem Paketzentrum in Staufenberg 824 Sendungen aus dem Vereinigten Königreich gemeinsam im Rahmen der zollamtlichen Überwachung kontrolliert.

Bei den Sendungen habe es sich um Nichtunionswaren gehandelt, da das Vereinigte Königreich seit dem 1. Februar 2020 kein Mitgliedstaat der Europäischen Union mehr ist. Nach Ablauf des Übergangszeitraums zum 31. Dezember 2022 fänden daher auch die rechtlichen Bestimmungen bezüglich Verbote und Beschränkungen Anwendung.

Zoll: 824 Sendungen in Staufenberg kontrolliert

Die gemeinsame Kontrollaktion sei maßgeblich durch den Einsatz eines Röntgenmobils geprägt gewesen. 824 Sendungen seien zunächst durchleuchtet worden. Einige auffällige Sendungen seien daraufhin geöffnet und intensiver kontrolliert worden.

Dabei seien einige Kuriositäten zutage gekommen, die sonst nicht zum Abfertigungsalltag der Beamtinnen und Beamten gehörten.

Zoll findet Mäusegehirn, Muschelkette und eine erotische Puppe bei Durchleuchtung

Es wurden unter anderem eine Muschelkette und ein Mäusegehirn hinsichtlich des Artenschutzes, eine sogenannte Pickelhaube in Bezug auf den Schutz von Kulturgütern und eine erotische Puppe hinsichtlich eines kindlichen Erscheinungsbildes geprüft.

Letztere wäre seit Inkrafttreten des § 184l Strafgesetzbuch am 1. Juli 2021 verboten, wenn sie zur Vornahme sexueller Handlungen bestimmt wäre und eine körperliche Nachbildung eines Kindes oder eines Körperteiles eines Kindes darstellen würde. Es sei jedoch letztlich zu keinen Beanstandungen gekommen.

Die Pressesprecherin des Hauptzollamtes Braunschweig, Nadine Battmer, begleitete die Kontrolle und erklärte: „Ich finde es sowohl für die Bürgerinnen und Bürger, als auch für die eigenen Kolleginnen und Kollegen interessant, was tagtäglich in unserem Amtsbezirk abgefertigt wird. Viele Beschäftigte des Hauptzollamtes kennen die Waren nur aus elektronischen Zollanmeldungen und haben keine konkrete Vorstellung, was sich hinter den Warenbeschreibungen verbirgt. Daher freut es mich, Bilder anfertigen zu können und somit vielleicht die jeweilige Vorstellungskraft zu unterstützen.“ (Thomas Schlenz)

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