Markt: Stadt will die Standpreise senken

Seit vielen Jahren dabei: Die Gärtnerei Malkomeß aus Kassel gehört mit ihrem Gemüsestand zu den langjährigen Marktbeschickern in Münden. Unser Bild zeigt Verkäuferin Erika Liekam, Kundin Ülkü Bilenler, Verkäuferin Gaby Roeder und Seniorchef Karl-Heinz Malkomeß (v.li.) Foto: Maaß

Hann. Münden. Ab Januar sollen die Händler 13 Cent weniger pro Quadratmeter Standfläche je Markttag zahlen müssen.

Die Stadt Hann. Münden will ab Januar die Gebühren auf dem Wochenmarkt senken. Statt 94 Cent für jeden Quadratmeter Stand- und Stellfläche pro Markttag müssen die Händler dann nur noch 81 Cent zahlen. Der Finanzausschuss des Rates hat dafür bereits grünes Licht gegeben. Jetzt muss noch der Rat der Stadt selbst zustimmen, womit aber zu rechnen ist.

Einige der Marktbeschicker reagierten überrascht auf die Nachricht, in Zeiten, wo vieles teuerer werde. Für die Verwaltung ist das allerdings ein zwingender Schritt, da das Stand-Entgelt ab 2013 um 30 Cent auf die aktuellen 94 Cent auch deshalb angehoben wurde, um Mindereinnahmen aus Vorjahren auszugleichen. Die hatten sich in den Jahren 2006 bis 2012 nach Angaben der Stadt auf insgesamt rund 46 800 Euro beziffert.

Über die drastische Erhöhung waren 2013 viele Marktleute verstimmt gewesen. Schon damals war ihnen aber in Aussicht gestellt worden, dass die Gebühren wieder gesenkt würden, wenn das Defizit ausgeglichen sei. Denn, so Wolfgang Hodan, Kämmerer der Stadt, mit Entgelten und Gebühren dürfe die Stadt keine Gewinne machen, sondern nur die Kosten decken.

Mit der nun festgesetzten Gebühr von 81 Cent deckt die Stadt nicht nur die laufenden Kosten, sondern gleicht damit auch noch ein Defizit aus den Jahren 2012 bis 2014 aus. Ab 2019 rechnet die Stadt damit, dass die Gebühren noch einmal gesenkt werden könnten.

„Wir freuen uns sehr“, sagte Karl-Heinz Malkomeß (74), Seniorchef der Kasseler Gärtnerei, die seit vielen Jahren Gemüse auf dem Mündener Markt verkauft. Torsten Ullrich (47) von der gleichnamigen Fuldataler Gärtnerei, die ebenfalls mit einem Gemüsestand zu den langjährigen Marktbeschickern gehört, geht von einer Kostenersparnis von über 500 Euro im Jahr für seinen Stand aus. Er will das auch an seine Kunden weitergeben.

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