Markus Söder hoch im Kurs

Söder oder Laschet? Das sagt die CDU im Altkreis Hann. Münden zur Kanzlerkandidatenfrage

Wer wird Kanzlerkandidat? Wenn es nach der CDU im Altkreis geht, ist das klar: Markus Söder (rechts). Armin Laschet ist weit abgeschlagen.
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Wer wird Kanzlerkandidat? Wenn es nach der CDU im Altkreis geht, ist das klar: Markus Söder (rechts). Armin Laschet ist weit abgeschlagen.

In dieser Woche soll in der Union die Kanzlerkandidatenfrage geklärt werden. Wir haben bei den CDU-Ortsverbänden im Altkreis Münden gefragt, welchen Kandidaten sie sich wünschen.

Altkreis Münden – Markus Jerrentrup, Vorsitzender der CDU Hann. Münden, verweist auf eine Umfrage, bei der sich 52 Mitglieder und Freunde der CDU Hann. Münden vom 11. bis zum 13. April beteiligt hätten. Dabei sei herausgekommen, dass sich 86,5 Prozent der Teilnehmenden für Markus Söder als Kanzlerkandidaten ausgesprochen hätten, 13,5 Prozent hätten für Armin Laschet votiert. „Ich hoffe, die beiden Parteivorsitzenden nehmen die Stimmung an der Basis ernst und entscheiden umgehend gemeinsam, wie wir die Bundestagswahl mit den geeignetsten Kandidaten gewinnen werden“, betonte Markus Jerrentrup.

Von einem parteiinternen Hickhack um die Kanzlerkandidatur könne aber keine Rede sein. Ein Wettbewerb um den besten Kandidaten sei gut: „Ich bin der Meinung, dass beide das Amt ausfüllen können. Wir erwarten aber, dass sie sich zusammensetzen und dass es vor dem Wochenende eine Entscheidung gibt“, so Jerrentrup. Es werde Zeit, die Frage abschließend zu klären, damit man in den Wahlkampf starten könne.

Auch in Staufenberg schlägt das Herz der CDU-Ortsgruppe für den Franken Söder. Wie Sebastian Bornmann, Vorsitzender der Staufenberger CDU und Kreistagsabgeordneter, berichtet, herrscht bei den Staufenberger Vorstands- und Fraktionsgruppen ein klares Votum: „Ich bin irritiert davon, dass das CDU-Präsidium beschlossen hat, die Wahl nicht zu gewinnen“, sagt er und spielt damit darauf an, dass das Präsidium Armin Laschet als Kanzlerkandidaten aufstellen will. Söder sei der Wille der Mitglieder.

Der Vorstand votiere in überwältigender Mehrzahl für ihn. Es sei zudem wichtig, dass Rot-Rot-Grün auf Bundesebene verhindert werde, das werde mit Armin Laschet aber nicht gelingen können. Bornmann stehe eng mit dem Bundestagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden Fritz Güntzler in Kontakt. Dieser hatte in einem Gespräch mit dem Berliner Tagesspiegel über Söder gesagt: „Er ist pointierter, klarer, führungsstärker.“

„Ich bin dieses Mal 100 Prozent der Meinung von Fritz Güntzler, der sagte, dass wir die Wahl zwischen zwei sehr guten Kanidaten haben“, sagt Jan-Thomas Geyer, Vorsitzender der CDU in der Samtgemeinde Dransfeld. Es sei aber wichtig, den Kandidaten zu wählen, der die Gunst der Wähler innehabe. Darin stimme er mit Güntzler überein. Dies sei Markus Söder. Er habe ein besseres Profil in der Öffentlichkeit und zeige klarer Kante. Diese Meinung würden auch viele Mitglieder des Ortsvereins teilen, so Geyer. (Thomas Schlenz und Jens Döll)

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