Zum Teil unterdurchschnittliche Impfraten

Masern: Gesundheitsamt Göttingen will Impfzahlen erhöhen

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Altkreis Münden. Im Landkreis Göttingen gibt es im Schulalter durchaus noch Nachholbedarf bei der Impfbereitschaft.

Das räumt der zuständige Sprecher des Gesundheitsamtes, Detlef Johannson, auf HNA-Anfrage ein.

Der interaktive Impfreport des Landesgesundheitsamtes für 2013 weist den Landkreis Göttingen bei den Impfungen gegen Masern unter dem Landesdurchschnitt aus. Das Impfniveau ist im Land hoch (96,9 Prozent), im Landkreis liegt es bei 95,7 Prozent.

Bei Tetanus, Diphterie und Keuchhusten hat der Landkreis in Niedersachsen sogar die schwächsten Werte. Der Kreis Osterode hat durchweg höhere Impfraten. Johannson: „Diesen Nachholbedarf abzubauen, daran arbeitet unser Fachbereich Gesundheitsamt für den Stadt und Landkreis Göttingen mit einer Reihe von Maßnahmen.“ Die im Impfreport des Landes aufgeführten Zahlen spiegelten die Zahlen zum Einschulungszeitpunkt wider. „Unsere jährlichen Aktionen werden jeweils nach diesem Zeitpunkt durch unseren Fachbereich Gesundheitsamt“ vorgenommen, die Impfraten stiegen dadurch, so Johannson: „Wir sind also auf dem richtigen Weg.“

In aktuellen Fallzahlen schlägt sich die geringere Impfbereitschaft im Süden Niedersachsens jedoch nicht nieder. Während Berlin derzeit verstärkt Fälle von Masern meldet, ist ein Ausbruch dieser Infektionskrankheit im Landkreis Göttingen kein Thema. In den vergangenen Jahren sind in Stadt und Landkreis Göttingen keine Fälle gemeldet worden, so Johannson. Das gelte auch für die ersten Wochen dieses Jahres.

Zum Teil unterdurchschnittliche Impfraten seien keine Folgen „mangelnder Angebote, fehlender Aufforderung oder ungenügender Beratung“. Das alles stelle das Gesundheitsamt unter anderem durch seine zusätzliche Aktionen sicher. Die Impfzurückhaltung sei letztlich Ausdruck von Entscheidungen der Eltern. Johannson: „Wir tun alles, um die Zahlen zu erhöhen.“ (awe)

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