Inzidenzwert überschritten

Maskenpflicht in Hann. Münden. Bürgermeister kritisiert neuen Teil-Lockdown

Der Marktplatz vor dem Historischen Rathaus in Hann. Münden. Dort finden immer wieder Veranstaltungen statt, unter anderem der Wochenmarkt der immer Mittwoch und Samstag stattfindet.
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Der Marktplatz vor dem Rathaus in Hann. Münden. Dort findet immer der Wochenmarkt statt. (Symbolbild)

Ab Dienstag, 3. November gilt in Hann. Münden eine Maskenpflicht in der Innenstadt. Bürgermeister Harald Wegener kritisiert Schließung der Gastronomie und bietet Hilfe an.

Aktualisiert am 3. November, 9.50 Uhr

Hann. Münden – Im Landkreis gilt ab einem Inzidenzwert von 50 die Maskenpflicht. Am gestrigen Montag habe der Inzidenzwert bei 65 gelegen, erklärte der Landkreis Göttingen. Damit werde für die Innenstadt von Hann. Münden die Maskenpflicht angeordnet.

Laut Stadt Hann. Münden wird der Bereich, wo eine Maske getragen werden muss, durch folgende Straßen begrenzt: Fuldabrückenstraße ab Einmündung Wallstraße, Natermann-Platz, Kasseler Schlagd, Bremer Schlagd, Wanfrieder Schlagd, Dielengraben, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße ab Einmündung Dielengraben, Burgstraße und Wallstraße.

Der Geltungsbereich der Innenstadt umfasse die genannten Straßen (mit beiden Straßenseiten) sowie den Unteren Tanzwerder, die Mühlenbrücke, die Löwenbrücke, den Doktorwerder und die historische Werrabrücke, teilte die Stadt mit.

Hann. Münden: Bürgermeister Harald Wegener äußert Kritik an Schließung der Gastronomie

Veranstaltungen fallen aus, Gastwirte, Hoteliers und Kulturschaffende müssen wegen eines zweiten Lockdowns schließen. In dieser Lage hat sich Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener in einer Stellungnahme geäußert.

Nach vielen drastischen Maßnahmen, die Familien und besonders Alleinerziehende an ihre Leistungsgrenzen geführt hätten, habe man auf weitere Lockerungen gehofft. Stattdessen werde auf das steigende Infektionsgeschehen mit erneuten Verordnungen reagiert, die das Leben miteinander einschränkten, so Wegener.

Ab dem heutigen Dienstag müsse in der Innenstadt, in den Bereichen, in denen sich viele Menschen begegneten, eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Die Einhaltung der Maskenpflicht werde kontrolliert und bei Nichtbeachtung konsequent geahndet, so Wegener weiter. Auch die bekannten Hygienemaßnahmen und Regelungen des Zusammenseins müssten weiter beachtet werden.

Wegener kritisierte, es sei unverständlich, dass gerade Branchen wie Gastronomie und Hotellerie, denen man kein erhöhtes Ausbruchsgeschehen unterstellen könne, nahezu jede Handlungsoption genommen werde. Wegener lobte die bisherigen Hygienekonzepte in Cafés, Gaststätten und Hotels der Stadt. Trotzdem sei die politische Entscheidung gefallen, die es nun umzusetzen gelte. Als Bürgermeister wolle er sich mit der Verwaltung dafür einsetzen, den Außer-Haus-Verkauf in der Gastronomie zu unterstützen.

Bis zur Verabschiedung in der Ratssitzung im Dezember werde die Verwaltung bei den von dem Teil-Shutdown betroffenen Betrieben beide Augen zudrücken, so Bürgermeister Wegener. Dabei könne es sich aber nur um die tatsächlich betroffenen Betriebe handeln. Bei Unsicherheiten stehe die Verwaltung als Ratgeber zur Verfügung.

Die Interessen weiterer Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger, Rad- und Autofahrer müssten allerdings ebenfalls berücksichtigt werden. Für Kulturveranstaltungen wünscht sich Wegener mehr Entscheidungskompetenzen in der Region.

„Eines der obersten Ziele muss es nun sein, die Digitalisierung zu stärken, um den Kulturschaffenden eine alternative Wahrnehmungsplattform zu bieten. Auf diese Weise kann man ihnen, wie auch den Veranstaltern, eine dringend notwendige Einnahmequelle verschaffen. Dafür ist Hann. Münden im Fachwerk-5-Eck aktuell eine Kooperation mit dem Landschaftsverband und dem Landkreis Göttingen eingegangen, um die Kultur in ihrer Vielfalt allen Interessierten in Südniedersachsen erlebbar zu machen“, schreibt Wegener.

Ein Förderantrag in einem Bundesprogramm mit dem Titel „Heimat 2.0“ sei bereits eingereicht worden. Schließlich bittet Wegener die Bürger der Stadt darum, sich bei Fragen und Nöten an die Verwaltung zu wenden.

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