Besonders Gartenabfälle stiegen an

Mehr Müll im Altkreis Münden während der Corona-Pandemie

Viel Baum- und Strauchschnitt wurde 2020 in die Entsorgungsanlage in Dransfeld gebracht
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Viel Baum- und Strauchschnitt wurde 2020 in die Entsorgungsanlage in Dransfeld gebracht.

Während der Corona-Pandemie gab es im vergangenen Jahr auch im Kreis Göttingen einen Anstieg an Abfällen. Besonders Gartenabfälle und Sperrmüll wurden vermehrt entsorgt.

Landkreis Göttingen – Der Anstieg geht aus den Zahlen der Abfallbilanz 2020 für die Abfallwirtschaft Göttingen hervor. Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte Kreissprecher Ulrich Lottmann, dass die Mengenanstiege im Bereich der kommunalen Abfuhr bei Haus- und Sperrmüll, Komposttonne, Baum- und Strauchschnitt, Altmetall, Papier, Glas und Leichtverpackungen auf die Corona-Pandemie zurückführen sein könnten.

Lottmann merkt jedoch an, dass dies keine gesicherten Aussagen seien und diese nur auf Vermutungen des Bereichs für Abfallwirtschaft basieren.

Die Abfälle aus dem Altkreis Münden werden laut Kreis in zwei Entsorgungsanlagen gebracht. So kommen Haus- und Sperrmüll, Altholz und Elektronikschrott nach Deiderode, Bioabfall aus der Komposttonne sowie Baum- und Strauchschnitt kommen nach Dransfeld. Zur Abfallwirtschaft Göttingen gehört außerdem noch die Entsorgungsanlage Breitenberg.

Aus der Abfallbilanz 2020 geht hervor, dass auf der Kompostanlage in Dransfeld 573 Tonnen an Baum- und Strauchschnitt entsorgt wurden. 2019 waren es noch 521 Tonnen.

11 439 Menschen kamen zur Müllentsorgung 2020 auf den Recyclinghof in Dransfeld, rund 1000 mehr als im Vorjahr. Vom angelieferten Abfall waren 65 Prozent Gartenabfälle. Der Bioabfall vom Altkreis Münden, der in Deiderode entsorgt wird, war ebenfalls mehr: von 275 Tonnen in 2019 auf 314 Tonnen in 2020.

Der Anstieg beim Bioabfall hänge mit höheren Mengen an Gartenabfällen zusammen, die sich möglicherweise auf verstärkte Gartenarbeiten und den Ausfall der Osterfeuer zurückführen lassen, so Lottmann.

Die Anstiege bei Sperrmüll sowie Bauschutt könnten laut Lottmann damit zusammenhängen, „dass die Menschen während der Corona-Pandemie zu Hause waren und das für Renovierungsarbeiten genutzt haben“. 314 Tonnen Bauschutt wurden 2020 in Deiderode entsorgt, 2019 waren es 275 Tonnen. Der Haus- und Sperrmüll stieg ebenfalls um 17 Tonnen von 446 auf 463 Tonnen an.

Mehr Mitarbeiter oder höhere Gebühren für die Abfallannahme gebe es wegen der höheren Abfallmengen jedoch nicht, so Lottmann. Für 2021 gehe man von leicht sinkenden Mengen im Vergleich zum Jahr 2020 aus. (William Abu El-Qumssan)

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